Autohaus Weber wird verkauft
Auch Dubai interessiert

Lüdinghausen -

Das Autohaus Weber wird verkauft. Fünf Standorte – darunter den Stammsitz in Lüdinghausen – übernimmt die Weller-Gruppe aus Osnabrück, zwei gehen an das Autohaus keller aus Siegen, erklärte Hans Weber. Er hatte sein Unternehmen vor 32 Jahren gegründet.

Dienstag, 21.11.2017, 08:11 Uhr

Vor über drei Jahrzehnten gründete Hans Weber (kl. Foto r.) sein Toyota-Autohaus. Zum 1. Dezember übernimmt die Osnabrücker Weller-Gruppe fünf der sieben Standorte. Zwei weitere gehen an das Autohaus Keller in Siegen. Gemeinsam mit Sohn Maximilian (kl. Foto l.) will er sich künftig um die Immobiliengeschäfte der Familie kümmern.
Vor über drei Jahrzehnten gründete Hans Weber (kl. Foto r.) sein Toyota-Autohaus. Zum 1. Dezember übernimmt die Osnabrücker Weller-Gruppe fünf der sieben Standorte. Zwei weitere gehen an das Autohaus Keller in Siegen. Gemeinsam mit Sohn Maximilian (kl. Foto l.) will er sich künftig um die Immobiliengeschäfte der Familie kümmern. Foto: wer

Innerhalb von neun Monaten ist alles über die Bühne gegangen. Hans Weber verkauft sein 1985 in Lüdinghausen gegründetes Unternehmen „Toyota-Autohaus“ an zwei Händler, die gleichfalls seit Jahrzehnten auf dem deutschen Markt tätig sind. Die Standorte in Lüdinghausen, Hamm, Lünen und die beiden in Dortmund werden ab dem 1. Dezember unter dem Dach der Osnabrücker Weller-Gruppe geführt. Die beiden Weber-Standorte in Hagen und Lippstadt übernimmt der Siegener Toyota-Händler Keller. Das bestätigte Weber am Montag auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten.

Alle Mitarbeiter werden übernommen

Zugleich betonte der Noch-Geschäftsführer, dass alle Mitarbeiter – insgesamt rund 120 – an den Standorten von den neuen Eigentümern übernommen werden: „Auch deren alte Verträge behalten ihre Gültigkeit. Teilweise sind Mitarbeiter seit drei Jahrzehnten hier beschäftigt.“ Auch die bislang von Weber vertriebenen Marken – Toyota , Nissan und Lexus – bleiben im Sortiment. Lediglich die koreanische Marke SsangYong werde nicht im Programm bleiben.

Die Überlegungen zur Zukunft seines Unternehmens reichen gut ein Jahr zurück, erklärte Weber. Seine beiden erwachsenen Kinder hätten kein Interesse an der Übernahme gehabt, sagte der 66-Jährige. Nach Gesprächen mit Toyota Deutschland habe es Anfang 2016 zunächst Kontakte zu Interessenten aus dem Ausland gegeben – einer aus dem asiatischen Raum, ein anderer aus dem arabischen Wüstenstaat Dubai. Beide Handelsunternehmungen hätten gerne auf dem deutschen Markt Fuß gefasst. Die Gespräche seien allerdings im sprichwörtlichen Sand verlaufen, so der Lüdinghauser Unternehmer. Schließlich habe sich ein Kreis von fünf deutschen Toyota-Händlern herauskristallisiert. Mit zweien – der Weller-Gruppe und dem Autohaus Keller – sei er sich schließlich einig geworden, freut sich Weber. Auch kartellrechtlich sei jetzt alles über die Bühne gegangen: „Am Montag haben wir die telefonische Zusage erhalten, dass dem Verkauf nichts im Wege steht.“

Kartellamt hat zugestimmt

Er selbst werde künftig die Hände nicht in den Schoß legen, erklärte Weber. Gemeinsam mit seinem Sohn werde er die Immobiliengeschäfte der Familie weiter betreiben. So gebe es verschiedene Ferien- und Seniorenwohnungen an der Nordsee. Aber auch in der heimischen Regionen seien Projekte geplant.

 Mit der Weller-Gruppe steigt in Lüdinghausen einGroßer der Autobranche ein. An insgesamt 13 Standorten mit bundesweit 41 Autohäusern werden nach der Weber-Übernahme 2353 Mitarbeiter beschäftigt. „An den neuen Standorten sind zahlreiche Investitionen geplant“, kündigte Firmenchef Burkhard Weller an.

Auch die Sportler von Union 08 und der AMSC müssen sich offenbar keine Sorgen machen. Dort ist Weber seit vielen Jahren als Sponsor aktiv. Dass diese Unterstützung künftig weitergehe, so Weber, dafür habe er sich bereits eingesetzt. Und: „Weller ist dafür empfänglich“, will er Befürchtungen bei den beiden Vereinen vorbeugen.

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