Kabarettabend in der Realschule Lüdinghausen
Vier Mal Kabarett der Sonderklasse

Lüdinghausen -

Mit René Steinberg, Martin Maier-Bode, Frank Fischer und Lisa Feller sorgten die verantwortlichen der „Freunde der Kleinkunst“ für einen tollen Abschluss des Jahres 2017.

Sonntag, 10.12.2017, 22:12 Uhr

René Steinberg (kl. Bild) hatte das Programm exklusiv für Lüdinghausen zusammengestellt und mit Martin Maier-Bode (2.v.l.), Frank Fischer (3.v.l.) und Lisa Feller drei ganz unterschiedliche Bühnenpartner eingeladen.
René Steinberg (kl. Bild) hatte das Programm exklusiv für Lüdinghausen zusammengestellt und mit Martin Maier-Bode (2.v.l.), Frank Fischer (3.v.l.) und Lisa Feller drei ganz unterschiedliche Bühnenpartner eingeladen. Foto: iram

So kurz vorm Jahreswechsel ließen es die Freunde der Kleinkunst auf der Bühne der Realschulaula noch einmal richtig krachen: gleich vier gestandene Kabarettisten hatten sie am vergangenen Freitagabend nach Lüdinghausen geholt, um 2017 noch einmal gründlich zu verabschieden. Der, vor allem mit den Radioclips zu den „von der Leyens“ oder „Sarko de Funès“ bekannt gewordene René Steinberg hatte das Programm exklusiv für Lüdinghausen zusammengestellt und mit Martin Maier-Bode, Frank Fischer und Lisa Feller drei ganz unterschiedliche Bühnenpartner eingeladen.

Eierlikör-Erlebnisse und die Tücken bei der Deutschen Bahn

Alle vier geben an diesem Abend Auszüge aus ihren eigenen Programmen zum Besten, kommen aber auch immer wieder an zwei Stehtischen zusammen, um zu „plaudern“: Zunächst die Verbindung zu Lüdinghausen, die für Lisa Feller darin bestand, dass die Cousine ihrer Mutter ihr hier zu ihrem ersten Eierlikör verholfen hatte – ein prägendes Erlebnis, das René Steinberg und Frank Fischer als brillante Stimmenimitatoren sofort zu einer nuscheligen Udo Lindenberg-Parodie veranlasste, die den ganzen Abend über als Running-Gag durch das Programm waberte. Überhaupt Frank Fischer: Hier in Lüdinghausen eher noch ein unbeschriebenes Blatt, war er für viele an diesem Abend eine echte Entdeckung. Kenntnisreich beschrieb der Viel-Bahn-Fahrer die Tücken des Kundendialogs bei der Bahn und auch wenn das ein gern genommenes Thema ist, so hat man es doch selten so fundiert und gleichzeitig so lustig erzählt bekommen.

Nach der Pause nahm die Stehtisch-Runde die, zuvor in der Pause abgegebenen Publikumswünsche zum Anlass, über das Jahr 2017 zu reflektieren. Inklusive Stimmenimitation, Lustiges über Frauke Petrys und Marcus Pretzells Vorlieben im Ehebett („Beide wollen auf der rechten Seite schlafen“), sowie die eine oder andere Geschichte aus dem Tour-Leben der vier Bühnenprofis. Dann aber auch immer wieder Solonummern, bei der Martin Maier-Bode den Nerv des Publikums mit einer schönen Geschichte aus den 70ern traf. Der damalige Grenzverkehr als ein Spannungsmoment („Schatz, wo sind die Pässe!“) der auf dem Rücksitz tobenden und eben nicht angeschnallten Kinder („Tanzen auf zwei Ebenen“). Frank Fischer steuerte noch eine tolle „die Hand als Toupet-Ersatz –Nummer“, die er, wie nebenbei und dabei umso beeindruckender, präsentierte.

Lisa Feller schießt den Vogel ab

Erzählerisch schoss dann allerdings noch Lisa Feller den Vogel ab, als ihre – alleine schon ziemlich lustige - Spülmaschinen-Geschichte noch angereichert durch ein tatsächliches Erlebnis bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernsts“ zu einem tollen Bühnenstück wurde. Zusammengehalten wurde der ziemlich bunte Abend durch René Steinberg, der immer wieder Überleitungen schuf, seine eigenen Anekdoten zum Besten gab und absolut souverän, charmant und sehr angenehm durch den Abend führte.

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