Zwei Kräne im Einsatz
Spezialfirma baut Richtfunkturm ab

Seppenrade -

Der Richtfunkturm auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Dorfbauerschaft wurde am Mittwoch von einer Spezialfirma abgebaut. Die Flüchtlingsfamilien in der Unterkunft mussten das Gelände in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen verlassen. Ganz ohne Probleme lief die komplizierte Aktion nicht ab.

Donnerstag, 14.12.2017, 08:12 Uhr

Der Richtfunkturm auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Dorfbauerschaft wurde am Mittwoch von einer Spezialfirma entfernt.
Der Richtfunkturm auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Dorfbauerschaft wurde am Mittwoch von einer Spezialfirma entfernt. Foto: mib

„Wenn es gut läuft, dann ist der Turm gegen Mittag weg“, war der Bauleiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) am Mittwochmorgen noch optimistisch. Die Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn ist Besitzer der früheren Bundeswehreinrichtung in der Dorfbauerschaft. Die Immobilie, die von den Soldaten des Fernmeldesektors 112 bereits 2008 verlassen wurde, ist mittlerweile an die Stadt Lüdinghausen vermietet, die dort Flüchtlingsfamilien untergebracht hat. Fehlendes Werkzeug und das Wetter mit Regen und Wind erschwerten die Arbeit, und brachten den Terminplan ein wenig durcheinander. So war es schon fast 14 Uhr, als endlich das erste Teil des Richtfunkturms abgesägt und zu Boden gebracht war.

Bereits am Dienstag hatte die Abbruchfirma aus Stadtlohn mit den Vorbereitungen für den „Abbruch des Antennenträgers“ wie es offiziell heißt, begonnen. Dafür war zunächst nur ein großer Autokran mit 100 Tonnen Traglast und einem Ausleger von 50 Metern notwendig, der die Gondel mit den Arbeitern in die Höhe brachte, wo Kernbohrungen im Stahlbeton vorgenommen und Sägen angebracht wurden, mit denen der Richtfunkturm dann am Folgetag in einzelne Stücke zerlegt wurde.

Der Abbruch des Turms erfolgt aus Verkehrssicherungsgründen in Abstimmung mit der Stadt.

Pressestelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Für diese Maßnahme war noch ein größerer Autokran mit 200 Tonnen Tragkraft geordert worden, dessen starke Seile mit dem Turm verbunden wurden. Zunächst wurden die Bodenplatten von der oberen Plattform entfernt. Dann fraß sich die Säge Zentimeter für Zentimeter durch den Stahlbeton, bis die Spitze des Turms endlich allein am Haken hing und auf einen der beiden Tieflader verfrachtet wurde, die für den Abtransport bestellt waren. Für den Abbruch des unteren Teils soll am Donnerstag ein Bagger zum Einsatz kommen.

Richtfunkturm in Seppenrade wird abgebaut

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  • er Richtfunkturm auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Dorfbauerschaft wurde am Mittwoch von einer Spezialfirma abgebaut. Die Flüchtlingsfamilien in der Unterkunft mussten das Gelände in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen verlassen.

    Foto: mib
  • er Richtfunkturm auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Dorfbauerschaft wurde am Mittwoch von einer Spezialfirma abgebaut. Die Flüchtlingsfamilien in der Unterkunft mussten das Gelände in dieser Zeit aus Sicherheitsgründen verlassen.

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  • komplizierter Abbau des Richtfunkturms in Seppenrade Foto: mib
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  • komplizierter Abbau des Richtfunkturms in Seppenrade Foto: mib
  • komplizierter Abbau des Richtfunkturms in Seppenrade Foto: mib

„Der Turm wurde 1978 errichtet. Er hat eine Höhe von 30 Metern und wurde bis November 2012 als militärischer Richtfunkturm genutzt. Der Abbruch des Turms erfolgt aus Verkehrssicherungsgründen in Abstimmung mit der Stadt“, teilte die Pressestelle der BImA auf Anfrage mit.

Die dort lebenden Flüchtlingsfamilien mussten für diese Aktion ihre Unterkunft aus Sicherheitsgründen verlassen. Einige Familien nutzten das zu einem Besuch bei Freunden in Lüdinghausen. Für andere Familien hatten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises Asyl aus Seppenrade etwas einfallen lassen. Sie wurden nicht nur zum Waffelbacken bei Petra Batke eingeladen. Die Zeit bis zur späten Rückkehr in ihre Unterkunft überbrückten sie mit Gesellschaftsspielen.

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