Weihnachtsgebäck
Die Klassiker sterben nicht

Lüdinghausen -

Die Experten in den Backstuben von Geiping und Terjung in Lüdinghausen wissen Bescheid. Die Klassiker gehen immer in der weihnachtszeit: Spekulatius und Christstollen sind gefragte Leckereien.

Freitag, 22.12.2017, 10:12 Uhr

Hexen hexen auch im Winter. Das festliche Knusperhäuschen wirkt besonders einladend, Hänsel und Gretel sollten sich daher besonders in Acht nehmen.
Hexen hexen auch im Winter. Das festliche Knusperhäuschen wirkt besonders einladend, Hänsel und Gretel sollten sich daher besonders in Acht nehmen. Foto: Christian Besse

„In der Weihnachtsbäckerei . . .“: (Fast) jeder kennt das Lied von Rolf Zuckowski. Die meisten mögen es, andere sind genervt. Anders verhält es sich mit den Produkten, die aus den realen Weihnachtsbäckereien kommen: Kaum einer mag sie nicht – Lebkuchen, Zimtsterne und Christstollen werden auch nach den Feiertagen noch gern gegessen. 

„Die Trends kommen und gehen“, sagt Siegfried Mallasch , Leiter der „Weihnachtsbäckerei“ an der Julius-Maggi-Straße, sprich: der Bäckerei Geiping. Der 59-Jährige muss es wissen, er ist seit 44 Jahren im Geschäft. „Im Weihnachtsgeschäft kommen die Klassiker immer durch. Der Kunde ist oft neugierig und probiert mal was Neues, greift im nächsten Jahr dann aber wieder zu den Klassikern.“

Die Trends kommen und gehen.

Siegfried Mallasch

Besonders beliebt waren in diesem Jahr Husarenkrapfen und Butterspekulatius. „Die rocken schon“, sagt Mallasch mit einem Schmunzeln. In der „Weihnachtsbäckerei“ eineinhalb Kilometer entfernt, der Konditorei Terjung an der Steverstraße, lief ein anderer Klassiker besonders gut: der Christstollen. Rund 1250 habe die Bäckerei an den Mann gebracht, etwa 800 waren es 2016, so Petra Quedereit, Leiterin der Konditorei. Ein Grund: „Wir beliefern mehr Wochenmärkte als im letzten Jahr.“ Bäckermeister Frank Wippermann ergänzt: „Auch Zimtsterne haben wir in diesem Jahr besonders viel verkauft.“

Auch Zimtsterne haben wir in diesem Jahr besonders viel verkauft.

Frank Wippermann

120 Stollen wurden an der Steverstraße in der Zeit vor Weihnachten täglich gebacken. Begonnen hat die Produktion bereits Ende September, schon einen Monat vorher wurden die ersten Spekulatius in den Backofen geschoben. Bei Geiping ist man nicht ganz so früh, aber doch noch rechtzeitig mit dem weihnachtlichen Gebäck zugange. „Bis Mitte Oktober gehen die ersten Spekulatius an den Start. Ab Mitte, Ende November starten wir mit den Zimtsternen.“

Für die insgesamt 21 Mitarbeiter der Bäckerei an der Julius-Maggi-Straße bedeutet die in ihrem Beruf ausgedehnte Vorweihnachtszeit nicht zusätzlichen Stress, sondern Abwechslung. „Wir haben immer Saison, das macht den Beruf so spannend“, sagt Mallasch und verweist auf die bald aktuellen Berliner zu Silvester und später im Karneval, auf Ostern und Muttertag. „Aber Weihnachten ist natürlich etwas Besonderes, wegen der Vielfalt.“

So werden bei Geiping in den letzten Wochen und Monaten des Jahres neben Zimtsternen und Spekulatius unter anderem Marzipanfrüchte, Cookies, Husarenkrapfen und Brezel gefertigt. Ähnlich sieht der „Speiseplan“ bei Terjung aus: Lebkuchen, Spekulatius und Stollen natürlich, aber auch Zimtsterne, Printen, Weihnachtstrüffel und -pralinen.

In der Weihnachtsbäckerei: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet.

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  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse
  • Stollen, Zimtsterne, Hexenhäuschen: Die Konditoreien Geiping und Terjung in Lüdinghausen sind mehr als ausgelastet. Foto: Christian Besse

Dabei ist das Weihnachtsgeschäft über die Jahre gesehen ständig im Fluss – nicht nur, was die Trends bei den Produkten angeht. So werden an der Julius-Maggi-Straße schon seit vielen Jahren wesentlich mehr festliche Hexenhäuschen im Kleinformat als in der größeren Ausgabe gebacken. Der Grund, so Mallasch: „Die Verzehrgewohnheiten ändern sich. Früher saßen zehn Leute an einem Tisch, heute hat ein Haushalt oft nur zwei bis drei Personen.“

Ob die Mitarbeiter privat eigentlich noch Weihnachtsgebäck sehen könnten? Vanessa Krusen, Konditormeisterin bei Geiping: „Ja, definitiv. Die Spekulatius sind bei uns zu Hause am schnellsten weg.“

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