Neuer Vorsitzender des Landwirtschaflichen Ortsverbandes Seppenrade
Michael Muhle übernimmt das Ruder

Seppenrade -

Es war nicht einfach einen Nachfolger für Antonius Vormann als Vorsitzenden des Landwirtschaflichen Ortsverbandes Seppenrade zu finden. Schließlich wurde Michael Muhle zu seinem Nachfolger bestimmt.

Donnerstag, 01.02.2018, 20:02 Uhr

Einen wahren Wahlmarathon hatten die Landwirte am Mittwochabend zu absolvieren. Michael Muhle (kl. Bild li.) wurde als Nachfolger von Antonius Vormann (kl. Bild r.) zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Einen wahren Wahlmarathon hatten die Landwirte am Mittwochabend zu absolvieren. Michael Muhle (kl. Bild li.) wurde als Nachfolger von Antonius Vormann (kl. Bild r.) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Foto: mib

Es war eine schwere Geburt, bis sich ein Kandidat als Nachfolger für Antonius Vormann als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes (LOV) zur Wahl stellte. Über eine halbe Stunde hatten Benedikt Selhorst und Anton Holz vor allem an die jungen Berufskollegen appelliert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen. Am Ende war es Michael Muhle , der sich unter großem Beifall zur Kandidatur bereit erklärte und mit großer Mehrheit für drei Jahre gewählt wurde.

Muhle gehörte dem Vorstand bereits als Beisitzer an. Er ist erblich „vorbelastet“ durch das ehrenamtliche Engagement seiner Eltern Ulla und Ferdi für den Berufsstand. Beim Kreisverbandstag in Senden im Januar hatte er als Vertreter der Landjugend im Kreis eine vielbeachtete Rede gehalten.

Mir hat die Arbeit Spaß gemacht. Vor allem dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den Landfrauen und der Landjugend haben wir viel bewegen können.

Antonius Vormann
Michael Muhle (l.) und Antonius Vormann.

Michael Muhle (l.) und Antonius Vormann.

Zuvor hatte Antonius Vormann eine Bilanz seiner 21-jährigen Vorstandsarbeit, davon neun Jahre als Vorsitzender, gezogen. „Mir hat die Arbeit Spaß gemacht. Vor allem dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den Landfrauen und der Landjugend haben wir viel bewegen können“, sagte Vormann. Kassierer Markus Uevelhöde legte den Mitgliedern eine positive Bilanz vor, der die einstimmige Entlastung folgte.

Vor dem Einstieg in den Wahlmarathon verlas Anton Holz als Vertreter des Rates und der Stadt ein Grußwort von Bürgermeister Richard Borgmann, der Vormann für sein Engagement dankte. Ganz besonders hob er die Durchführung des Landwirtschaftlichen Info-Radwegs (LIRW) und den Glasfaserausbau im Außenbereich hervor. „Es ist immer klasse, wenn ich nach Seppenrade komme, volle Hütte, richtig was los“, sagte Benedikt Selhorst vom WLV-Vorstand, der die Wahlen durchführte, dabei aber einen langen Atem bewies, bis mit dem 26-jährigen Michael Muhle endlich der neue Vorsitzende, der einen recht jungen Vorstand führt, gefunden war. Ansonsten hätte im Februar eine erneute Versammlung angesetzt werden müssen. (Ergebnisse der Wahlen siehe nebenstehenden Infokasten.)

Das Interesse an unserem Info-Radweg ist nach sechs Jahren immer noch groß. Wir haben schon viele Nachahmer gefunden.

Michael Muhle

Selhorst sprach einige Probleme der Landwirtschaft an, wie zum Beispiel die Angst vor der Afrikanischen Schweinegrippe, die offensive Nachhaltigkeit, Einbrüche in Stallungen oder die Blühstreifen am Wegesrand, von denen es rund 150 Kilometer im Kreis Coesfeld gibt. Themen wie Borkenberge, Glasfaser, die Änderung im Landeswassergesetz oder der Kooperationsvertrag mit Gelsenwasser standen bei Anton Holz im Mittelpunkt. Silke Trappmann, Juristin der Kreisstelle Coesfeld, und Josef Samberg informierten die Landwirte unter anderem über Neuerungen im Pachtrecht, Sozialrecht, die neue Düngeverordnung und die Arbeit der Ortsstellen. Die Wahl zum neuen Ortslandwirt – Antonius Vormann übernahm das Amt von Erich Sasse – führte Georg Silkenböhmer, Kreislandwirt aus Ascheberg, durch.

„Das Interesse an unserem Info-Radweg ist nach sechs Jahren immer noch groß. Wir haben schon viele Nachahmer gefunden“, sagte Michael Muhle, der im Vorstand verantwortlich für die LIRW-Gruppe war. Zum Abschluss der fast vierstündigen Versammlung appellierte Marcus Engbert an die Landwirte, die Chancen zu nutzen, und beim Glasfaserausbau im Außenbereich mitzumachen, bevor dann allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern und Vertrauensmännern mit einem Geschenk für deren Arbeit gedankt wurde.

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