Nistmöglichkeit
Strommast bietet Turmfalken eine neue Heimat

Lüdinghausen -

Der Turmfalke hat es nicht leicht. Immer weniger Nistmöglichkeiten findet er in seiner Umgebung. Auf dem Gelände des Biologischen Zentrums am Rohrkamp wurde nun eine Lösung gefunden.

Dienstag, 20.02.2018, 14:02 Uhr

Trafen sich zur Installation des Nistkastens am Mast Nummer 17 (v.l.): Heinrich Schlüter (NABU), André Ebert (Westnetz), Erich Hirsch (NABU), Andreas Matern (Westnetz), Fabian Narloch (Westnetz), Dr. Irmtraud Papke (Leiterin des Biologischen Zentrums), Marvin Schwalbert (Westnetz) und Matthias Overkamp (Biologisches Zentrum).
Trafen sich zur Installation des Nistkastens am Mast Nummer 17 (v.l.): Heinrich Schlüter (NABU), André Ebert (Westnetz), Erich Hirsch (NABU), Andreas Matern (Westnetz), Fabian Narloch (Westnetz), Dr. Irmtraud Papke (Leiterin des Biologischen Zentrums), Marvin Schwalbert (Westnetz) und Matthias Overkamp (Biologisches Zentrum). Foto: Westnetz

Der Turmfalke hat es nicht leicht. Immer weniger Nistmöglichkeiten findet er in seiner Umgebung. Masten von Hochspannungsleitungen können Alternativen bieten. So kletterten nun zwei Monteure vom Leitungsbau der Westnetz GmbH in Werne in besonderer Mission auf Mast Nummer 17 der 110 000-Volt-Leitung zwischen Dülmen und Lüdinghausen. Auf dem Gelände des Biologischen Zentrums am Rohrkamp brachten sie den rund zehn Kilogramm schweren Kasten in zehn Metern Höhe an.

Der Nistkasten für den Turmfalken ist nicht die einzige Naturschutzmaßnahme, die das Unternehmen aus der Lippestadt gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Ornithologen entwickelt. Auch Nester für Störche, Baumfalken oder Fischadler wurden bereits von den Westnetz-Mitarbeitern auf Hochspannungsmasten gesetzt. Rund 40 solcher Nisthilfen für verschiedene Vogelarten gibt es inzwischen im Verantwortungsbereich des Leitungsbaus aus Werne.

„Die Nisthilfen werden gut angenommen und viele Vögel haben bereits ihren Nachwuchs in Westnetz-Nestern aufgezogen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Insgesamt betreibe das Unternehmen großen Aufwand für den Vogelschutz. Im Bereich der Mittelspannungs-Freileitungen engagiere sich der Verteilnetzbetreiber bereits seit 1985 für den Vogelschutz und stimme sich dabei eng mit dem Naturschutzbund Deutschland und Organisationen vor Ort ab. Für die Vogelschutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren seien bisher mehr als 60 Millionen Euro investiert worden.

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