Weltgebetstag der Frauen
Miteinander der Religionen

Lüdinghausen -

Frauen aus dem südamerikanischen Land Surinam hatten den Weltgebetstag vorbereitet. Mit dem Leben dort beschäftigten sich jetzt auch Frauen aus Lüdinghausen und Seppenrade.

Mittwoch, 07.03.2018, 19:03 Uhr

Das kleine südamerikanische Land Surinam war Thema des Weltgebetstages der Frauen. Dazu wurde unter anderem in die Pfarrkirche St. Felizitas eingeladen.
Das kleine südamerikanische Land Surinam war Thema des Weltgebetstages der Frauen. Dazu wurde unter anderem in die Pfarrkirche St. Felizitas eingeladen. Foto: privat

Fast wie eine kleine Reise ins Unbekannte war der Weltgebetstag 2018: Es galt das südamerikanische Land Surinam zu entdecken. Christliche Frauen von dort aus sechs verschiedenen Kirchen hatten im ökumenischen Miteinander ein Thema, Texte und Lieder gewählt und dies mit vielen Informationen rund um die Welt geschickt, heißt es in einer Pressemitteilung. Begeistert von der großen Biodiversität ihres Landes und dem guten Miteinander der verschiedenen Kulturen, Religionen und Ethnien wählten sie das Thema: „Gottes Schöpfung ist sehr gut“.

Dies erfuhren zunächst am Surinam-Abend, der dem eigentlichen Welttag voran gestellt war, rund 30 Teilnehmer mit allen Sinnen im Stephanus-Gemeindezentrum. Die eindrücklichen Bilder, Berichte, Lieder und der biblische Blick auf Gottes Schöpfung, aber vor allem das schmackhafte Essen zeigten die Vielfalt des kleinen Landes. „Haben Sie schon einmal Erdnusssuppe gegessen? Oder Ingwer-Bier getrunken? Die Teilnehmer schon“, heißt es in dem Bericht weiter.

Anschließend wurde darüber hinaus der Blick geweitet auf konkrete Lebenssituationen einzelner Surinamer. So erfuhren die Teilnehmerinnen vom Leben im Einklang mit der Natur genauso wie von Arbeitern in der Landwirtschaft beim Reis-, Maniok- oder Bananenanbau oder von Existenznöten alleinerziehender Frauen. Sorge bereitet den Surinamern der zum Teil illegale Abbau von Bauxit und Gold, wodurch Quecksilber ins Abwasser gelangt und die Flüsse und Fische verseucht. Die Autorinnen rufen dazu auf: „Gebt acht auf Gottes Schöpfung, sie ist für alle da. Lasst uns Regierungen, Kirchen, Familien und uns selber in die Pflicht nehmen, die Erde für künftige Generationen zu schützen.“

So beteten zusammen mit Millionen Menschen rund um den Erdball Christen in Lüdinghausen und Seppenrade in ökumenischer Verbundenheit für dieses Anliegen. Und nicht erst seit Papst Franziskus’ Schreiben „Laudato si“ oder den Diskussionen über Glyphosat oder Monsanto wisse man auch hier, wie wichtig diese Themen seien. Als Nachklang gibt es am Sonntag (11. März) um 18 Uhr in der Auferstehungskirche Seppenrade einen Abendgottesdienst zum gleichen Thema, teilen die Organisatorinnen des Weltgebetstags mit.

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