Müllsammelaktion „Lüdinghausen putzt sich raus“
Sogar ein Spielautomat ist dabei

Lüdinghausen -

Rund 130 ehrenamtliche Helfer waren am Samstag – ausgestattet mit Mülltüten und Greifzangen – in Lüdinghausen unterwegs, um die Stadt von Unrat zu befreien. Was dabei zusammenkam, war erstaunlich bis erschreckend.

Montag, 12.03.2018, 07:03 Uhr

Ausgestattet mit Greifzangen und Müllsäcken machten sich rund 130 freiwillige Helfer am Samstag auf, um im gesamten Stadtgebiet Müll zu sammeln. Anschließend gab es im Burghof für alle etwas zu essen.
Ausgestattet mit Greifzangen und Müllsäcken machten sich rund 130 freiwillige Helfer am Samstag auf, um im gesamten Stadtgebiet Müll zu sammeln. Anschließend gab es im Burghof für alle etwas zu essen. Foto: Arno Wolf Fischer

Samstag, 9 Uhr: Viele Lüdinghauser treffen sich auf der Pferdewiese, um wenig später auszuschwärmen und die Stadt von allerlei Müll zu befreien. Rund 130 Freiwillige sind es diesmal, die sich an der Aktion „Lüdinghausen putzt sich raus“, federführend organisiert vom Clean-Team, beteiligen.

Für die nötige Ausrüstung in Form von Greifern, Handschuhen und Warnwesten ist gesorgt. Bürgermeister Richard Borgmann , der die Schirmherrschaft übernommen hat, begrüßt die Helfer. „Ich kann wirklich nur den Hut davor ziehen“, lobt Borgmann das Engagement der Helfer und des Clean-Teams rund um den Vorsitzenden Markus Stückmann. Besonders freue ihn die weitläufige Vernetzung des Projektes, das zahlreiche Unterstützer in der Lüdinghauser Unternehmerschaft gefunden habe, so Borgmann.

Müllsammelaktion „Lüdinghausen putzt sich raus“

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  • Viele Gruppen, Vereine und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Müllsammelaktion "Lüdinghausen räumt auf".

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Gruppen, Vereine und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Müllsammelaktion "Lüdinghausen räumt auf".

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Gruppen, Vereine und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Müllsammelaktion "Lüdinghausen räumt auf". Im Folgenden weitere Bilder von der Veranstaltung.

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer
  • Viele Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen beteiligten sich an der Aktion. Foto: Arno Wolf Fischer

Dann geht es los. Die Helfer teilen sich in Gruppen auf und ziehen in ihre Einsatzgebiete. Dazu gehören etwa der Innenstadtbereich, die Wohngebiete Rott und Paterkamp, der Klutensee sowie mehrere Hauptstraßen. „Ein gesellschaftliches Problem wie die Umweltverschmutzung kann nur aus der Gesellschaft heraus gelöst werden, und ich finde diese Aktion ist ein starkes Zeichen“, erklärt Helfer Dennis Sonne seine Motivation. Neben den zahlreichen Bürgern beteiligen sich auch viele Gruppen, Vereine und Organisationen wie das Büro des Ehrenamts, das Biologische Zentrum sowie die CDU und die Grünen an der Aktion. Rund 40 Mitglieder der freien Christengemeinde „Gottes Wort“ sind ebenfalls im Einsatz. „Wir wollen ein Licht für die Stadt sein, und bei so einer Aktion machen alle gerne mit“, sagt der Gemeindevorsitzende Ivan Stukert.

In den Tagen vorher hatten Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums, der Sekundarschule sowie der Hauptschule die Bereiche rund um ihre Schulen gesäubert. Am Samstag sind auch Jugendliche des Gymnasiums Canisianum mit ihrem Lehrer Benedikt Polarczyk dabei. Es sei einfach schön, wenn die Stadt sauber ist, sind sich die Schüler einig. Sie haben sichtlich Spaß an der Aktion. „Man fühlt sich schon ein bisschen wie ein Schatzsucher“, meint auch ihr Lehrer.

So eine flächendeckende Aktion hat gefehlt.

Ulrich Scholz

Zeitgleich ist der Fischereiverein im Rahmen seines Umwelttages im Einsatz und sorgt dafür, dass die Reinigungsaktion auch zu Wasser stattfindet. Neben den mittlerweile üblichen Funden wie gestohlenen Fahrrädern entdecken die Angler auch einen Spielautomaten. „So eine flächendeckende Aktion hat gefehlt. Wir werden unseren Umwelttag auch in Zukunft mit dem Clean-Team koordinieren“, lobt der Vorsitzende des Fischereivereins, Ulrich Scholz, das Projekt.

Für das Einsammeln der Müllsäcke ist Heinz-Helmut Steenweg vom Grünflächenamt zuständig, der mit einem vom Autohaus Rüschkamp zur Verfügung gestellten Fahrzeug kreuz und quer durch Lüdinghausen fährt. Unter den Funden befinden sich neben Verpackungsmüll unter anderem ein Fahrrad, ein Straßenschild, mehrere Radkappen sowie auf Spielplätzen entsorgte Drogentütchen. Am Ende der Aktion sind beide Müllcontainer gefüllt. Die Teams kehren gegen Mittag von ihren Einsätzen zurück, um sich an der Burg Lüdinghausen zu stärken. Stückmann zieht schließlich ein positives Fazit: „Das war eine sehr gute Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr. Die Aktion kommt immer besser an.“

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