„Trio archipercussione“ in St. Felizitas
Dreiklang: Violine, Xylophon und Orgel

Lüdinghausen -

Einen ungewöhnlichen Hörgenuss hatten am Sonntag die Besucher des Konzertes des „„Trio archipercussione“ in der Kirche St. Felizitas. Die drei Musiker boten dabei eine spezielle Kombination von Streich- und Perkussionsinstrumenten sowie Orgelklängen.

Dienstag, 13.03.2018, 06:03 Uhr

Das „Trio archipercussione“ bot in der Kirche St. Felizitas ein besonderes Hörerlebnis.
Das „Trio archipercussione“ bot in der Kirche St. Felizitas ein besonderes Hörerlebnis. Foto: Bastian Becker

Eine ganz spezielle Kombination von Streich- und Perkussionsinstrumenten sowie Orgel bot das „Trio archipercussione“ bei seinem Konzert am Sonntag in der Pfarrkirche St. Felizitas. Das etwa einstündige Konzert bot fünf Stücke, je im Wechsel mit Duetten für Violine (Michael Nachbar) und Viola (Benjamin Nachbar) und Eigenkompositionen des Organisten und Leiters Günther Wiesemann. Letztere wurden von allen drei Musikern an kleineren Schlaginstrumenten – unter anderem Triangel, Xylophon oder Gong – begleitet.

Die Streichduette deckten unterschiedliche Epochen ab. Während beim einleitenden Duo für Violine und Viola G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart trotz etwas melancholischer Zwischentöne die Leichtigkeit und der Esprit der schnellen Läufe dominierten, hatten die Duetti BWV 802 und 803 von Johann Sebastian Bach die schwereren Barockklänge zu bieten. Beide Stimmungen transportierten Michael und Benjamin Nachbar gekonnt und mit viel Körpereinsatz. Die abschließende Passacaglia von Georg Friedrich Händel vereinte temporeiche mit verträumten und schließlich kräftigen Passagen und zeigte das ganze Können der Musiker.

Für besondere Klangerlebnisse fernab der klassischen Töne sorgten aber vor allem Wiesemanns Eigenkompositionen. „Le lendemain“ dauerte nicht weniger als 20 Minuten. Wiesemann sagte dazu: „Eine Herausforderung für den Hörer, vielleicht passend zur Passionszeit.“ Darin wurde vom gewaltigen, bedrohlichen Anfangsklang und dem Finale in voller Lautstärke bis zu ganz leisen Zwischenklängen das gesamte Spektrum der Orgel abgedeckt und immer wieder passend durch die Perkussionsinstrumente unterstützt.

In „Wie schon geahnt“ verlas Wiesemann in wiederkehrenden Abständen zur Orgelmusik noch einen eigenen Text zum Thema „Ahnung“. Immer wieder sorgte das Zusammenspiel von Orgel, Violine und Perkussion für bewusste Dissonanzen und bildete so einen interessanten Kontrast zum klassischen Teil. Der ungewöhnliche musikalische Abend hätte allerdings mehr Zuhörer verdient gehabt.

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