Berufskolleg Lüdinghausen
Azubis fit für die Zukunft

Lüdinghausen -

Eine ausgiebige Prozessanalyse und zukunftsfähige Digitalisierungsvorschläge präsentierten die angehenden Industriekaufleute des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs zum Abschluss ihrer Projektarbeit. Die Vertreter der Ausbildungsbetriebe waren begeistert.

Freitag, 16.03.2018, 06:03 Uhr

Stolz präsentierten die angehenden Industriekaufleute des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs ihre Projektergebnisse.
Stolz präsentierten die angehenden Industriekaufleute des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs ihre Projektergebnisse. Foto: Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg

Industriekaufleute im ersten Ausbildungsjahr am Richard-von Weizsäcker-Berufskolleg präsentierten jetzt ihre Projektergebnisse vor Vertretern ihrer Ausbildungsbetriebe und überzeugten mit einer intensiven Prozessanalyse und zukunftsfähigen Vorschlägen zur Digitalisierung, heißt es im Bericht des Berufskollegs.

Doch worum geht es genau? In den ersten beiden Ausbildungsjahren erhalten die Auszubildenden von ihren Betrieben eine Projektaufgabe, die sie dann in sieben Wochen Berufsschulzeit bewältigen. Der Projektpartner war diesmal das Unternehmen CaPlast GmbH aus Nordkirchen; ein Betrieb, der Trägermaterialien wie Vlies für verschiedene Anwendungsgebiete beschichtet. Bei CaPlast entstehen beispielsweise Schutzhüllen für den Transport von Neu-Fahrzeugen oder Materialien für den Garten-und Landschaftsbau. Ein Teil der Produktion geschieht in Zusammenarbeit mit einem Partnerunternehmen in Süddeutschland. Wenn Teile der Produktion ausgelagert werden, entstehen Schnittstellen und diese erfordern Abstimmungsprozesse in Einkauf, Produktion und Vertrieb.

Große Klasse – ich bin erneut begeistert. Bereits aus dem letzten Projekt konnten wir viele Ideen der damaligen Projektgruppen in die Praxis umsetzen.

Stefan Sikora

Gewissenhaft analysierten und dokumentierten die jungen Auszubildenden den gesamten Geschäftsprozess und unterbreiteten Vorschläge, wie man Schnittstellen zum Partnerbetrieb mit Hilfe von Software-Systemen optimieren kann. In einem Rollenspiel wurden betriebliche Abstimmungssituationen nachgespielt, um sie den Zuhörern direkt vor Augen zu führen. Der Transport der Ware von und zu CaPlast kann künftig beispielsweise mit einem „Zeitfenstermanagement-System“ via App koordiniert werden. Eindrucksvoll veranschaulichten die Auszubildenden dieses in einem selbst erstellten Erklärvideo.

Was hier erarbeitet wurde, beeindruckte auch Stefan Sikora, Ausbilder bei der Firma CaPlast, der das analytische Vorgehen der Berufsschüler bei der Projektarbeit lobte. „Große Klasse – ich bin erneut begeistert. Bereits aus dem letzten Projekt konnten wir viele Ideen der damaligen Projektgruppen in die Praxis umsetzen.“ Wie wichtig das Feedback der zahlreichen Firmenvertreter bei der Projektpräsentation war, erklärten die Auszubildenden nach der Veranstaltung: „Wenn wir sehen, wie interessiert die Ausbildungsbetriebe an unseren Ergebnissen sind, spornt uns das an, und man wächst ein Stück weit über sich selbst hinaus.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5593557?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Ulf Schlien: Abschied von einem „unverwechselbaren Typen“
Präses Annette Kurschus hatte Ulf Schlien im Februar 2018 ins Amt eingeführt – nun hielt sie die Predigt beim Gedenkgottesdienst für den unerwartet verstorbenen Superintendenten.
Nachrichten-Ticker