Facebook, WhatsApp und Co.
Ein tägliches Thema auch in der Schule

Lüdinghausen -

Der Umgang von Kindern mit den sozialen Medien beschäftigt Eltern wie Lehrer. Zum Thema „Facebook, WhatsApp und Co“ referierte jetzt Carsten Osterkamp von der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland in der Ludgerischule.

Samstag, 28.04.2018, 15:04 Uhr

Carsten Osterkamp (r.) referierte am Donnerstagabend in der Ludgerischule vor interessierten Eltern und Pädagogen zum Thema „Facebook, WhatsApp und Co“.
Carsten Osterkamp (r.) referierte am Donnerstagabend in der Ludgerischule vor interessierten Eltern und Pädagogen zum Thema „Facebook, WhatsApp und Co“. Foto: Arno Wolf Fischer

Auf reges Interesse stieß am Donnerstagabend der Elterninformationsabend zum Thema „Facebook, WhatsApp und Co“ in der Aula der Ludgerischule. Die Netzwerkveranstaltung, die zusammen mit der Ostwall- und der Marienschule durchgeführt wurde, konnte bereits im Voraus rund 100 Anmeldungen verzeichnen. „Das ist täglich ein Thema bei uns“, erzählte Schulsozialarbeiter André Bollmer von seiner Arbeit an der Ludgerischule und erklärte weiter: „Obwohl nur wenige geschädigt werden, sind doch viele betroffen. Und sowohl Eltern als auch Kinder sind nicht darauf vorbereitet.“

Referent Carsten Osterkamp von der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland informierte die Eltern über Trends, Risiken und Handlungsmöglichkeiten. Dabei lockerte er den Vortrag immer wieder mit Videos sowie mit Erfahrungen aus seiner Tätigkeit an Schulen im Kreis Borken und seinem Alltag als zweifacher Vater auf. Bereits die Statistiken zur Nutzung von Smartphones und die Darstellungen zur schnellen Weiterentwicklung der Technik sorgten beim Publikum für Erstaunen. „Die Kommunion und der Übergang zu einer weiterführenden Schule sind die neuralgischen Punkte für den Smartphone-Besitz“, erklärte Osterkamp.

Schauen Sie hin!

Carsten Osterkamp

Im Mittelpunkt des Vortrags stand vor allem ein Satz: „Schauen Sie hin!“ Denn nur wer bereit sei, sich mit dem Verhalten des eigenen Kindes im Internet zu beschäftigen, könne mögliche Probleme erkennen und richtig reagieren. Voraussetzung dafür sei jedoch das nötige Wissen, um den Internetkonsum des Kindes verstehen und einordnen zu können. Zu diesem Zweck stellte der Referent verschiedene Apps und Webseiten sowie deren mögliche Gefahren vor. So demonstrierte er beispielhaft, wie einfach es ist, anhand eines Klarnamens in sozialen Netzwerken die Adresse eines Kindes herauszufinden. Mitgebrachte Beispiele aus der Welt der Webvideos verdeutlichten, wie schnell Kinder auf Plattformen wie YouTube auf wenig kindgerechte Videos und Thematiken stoßen können.

Als Osterkamp dem Publikum schließlich Fotos von bekannten Webvideoproduzenten und Internetstars zeigte, mussten die meisten Eltern sich bei der Frage nach deren Namen schnell geschlagen geben. Die wichtigsten Tipps brachte Osterkamp schließlich auf den Punkt: So sollten die Eltern ein offenes Ohr für die Erlebnisse und Probleme ihrer Kinder im Internet haben und gemeinsam mit ihnen Regeln entwickeln. Übermäßige Strafen könnten indes negative Auswirkungen haben: „Das führt dazu, dass die Kinder ihr Handy verstecken und nicht mehr darüber reden möchten.“

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