Kinderuni: Was ist Demenz?
Wenn Opa sich verändert

Lüdinghausen -

Was ist Demenz? Wie entsteht sie? Wie kann man helfen, wenn Oma oder Opa plötzlich vergesslich werden? Diese Fragen beantwortete Chefarzt Dr. Ullmann den jungen Studenten der Kinderuni.

Montag, 30.04.2018, 18:04 Uhr

Interessiert lauschten die „jungen Studenten“ den Ausführungen des Chefarztes: Hier verdeutlicht Dr. Marcus Ullmann anhand eines Blumenkohls den Aufbau des menschlichen Gehirns.
Interessiert lauschten die „jungen Studenten“ den Ausführungen des Chefarztes: Hier verdeutlicht Dr. Marcus Ullmann anhand eines Blumenkohls den Aufbau des menschlichen Gehirns. Foto: Laurids Leibold

Die „Semesterferien“ für die jungen Studenten der Kinder-Uni sind schon wieder vorbei. Die Veranstaltungsreihe, die von VHS und Familienbildungsstätte organisiert und von vielen weiteren Institutionen, darunter den WN , der Bürgerstiftung sowie den Rotariern unterstützt wird, war mit rund 50 Kindern erneut gut besucht.

In den Räumlichkeiten des St.-Marien-Hospitals stand, natürlich, „Medizin“ auf dem Lehrplan. Chefarzt Dr. Marcus Ullmann , ging in der rund einstündigen Vorlesung der Frage nach „Warum vergisst Opa alles?“. Dabei bezog der Mediziner sein junges Publikum immer wieder in den Vortrag mit ein. So wollte er zu Beginn wissen, welche persönlichen Erfahrungen die jungen Studenten bereits mit Demenz gemacht hätten. Einige berichteten tatsächlich davon, dass ihre Großeltern ständig Namen vergäßen, sich wiederholten oder sogar ihre eigenen Verwandten nicht wiedererkennen würden.

Kinderuni in Lüdinghausen

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  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
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  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold
  • Kinderuni am Lüdinghauser Krankenhaus: Chefarzt Dr. Marcus Ullmann erklärt Demenz Foto: Laurids Leibold

Auch bei der Frage, welche Funktionen das Gehirn beim Menschen erfülle, gingen viele Hände hoch. „Rechnen“, „Sehen“, „Denken“, hießen die Antworten, bevor Ullmann die Funktionsweise des Gehirns erklärte. Es bestehe zu Beginn des Lebens aus rund 100 Milliarden Nervenzellen, die alle miteinander verknüpft seien und sich gegenseitig „Briefchen“ mit Informationen schickten, die sogenannten Botenstoffe. Bei Demenzkranken verkleben Eiweiße die Schnittstellen zwischen den Nervenzellen und blockieren somit die Botenstoffe.

„Das ist wie ein Stau auf der Autobahn“, erklärte der Chefarzt. Anschließend stellte er noch einen Test zur Feststellung von Demenz vor. Fragen nach dem Wochentag, Rechen-, Buchstabier- oder Zeichenaufgaben lösten die Kinder mit Leichtigkeit. Für demente Menschen sei dies jedoch häufig schwierig, erklärte der Dozent.

Zum Abschluss beantwortete er dann die Frage, was man gegen Demenz tun könne. „Ein Medikament zur Heilung gibt es leider noch nicht“, so der Arzt, jedoch könne man den Verlauf der Krankheit verlangsamen, mit Medikamenten oder Übungen. Auch Kinder könnten etwas tun, wenn jemand aus ihrer Verwandtschaft stark vergesslich werde. Beispielsweise mit ihm spielen oder spazieren gehen, geduldig sein und sich nicht über die Krankheit lustig machen. Und ganz wichtig, erklärte Ullmann abschließend: „Zeigt euren Großeltern, dass ihr sie immer noch lieb habt.“

Der nächste Termin im Rahmen der Kinder-Uni ist am 22. September (Samstag) ab 10.30 Uhr im Rathaus Ascheberg. Oberstaatsanwalt a.D. Wolfgang Schweer wird zur Frage „Wie kommt man ins Gefängnis?“ referieren.

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