Werkraum der Ostwallschule seit 2014 nicht nutzbar
Fenster ist 35 Zentimeter zu klein

Lüdinghausen -

Bereits seit Anfang 2014 ist der Werkraum der Ostwallgrundschule nicht mehr für den Unterricht nutzbar. Der Grund: Er entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen. Die Fensterfront, die im Notfall den Rettungsweg ins Freie darstellt, ist rund 35 Zentimeter zu klein.

Freitag, 04.05.2018, 08:05 Uhr

Werkunterricht findet hier schon seit Anfang 2014 nicht mehr statt: Der Raum im Souterrain der Ostwallgrundschule entspricht nicht mehr den Brandschutzbestimmungen. Im Hintergrund sind die Fenster zu sehen, um die es geht. An der Wand wurde eigens eine Leiter angebracht, damit die Kinder im Notfall schnell ins Freie flüchten können.
Werkunterricht findet hier schon seit Anfang 2014 nicht mehr statt: Der Raum im Souterrain der Ostwallgrundschule entspricht nicht mehr den Brandschutzbestimmungen. Im Hintergrund sind die Fenster zu sehen, um die es geht. An der Wand wurde eigens eine Leiter angebracht, damit die Kinder im Notfall schnell ins Freie flüchten können. Foto: Anne Eckrodt

Ein Werkraum ist zum Werkeln da. Doch genau dafür darf der Raum im Souterrain der Ostwallgrundschule seit Anfang 2014 nicht mehr genutzt werden – „aus Brandschutzgründen“, wie der Schulpflegschaftsvorsitzende Marco Hoffmann jetzt im Gespräch mit den WN erläuterte. Bei einer der regelmäßig stattfindenden Begehungen habe sich damals herausgestellt, dass die Fenstergröße nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen für einen Rettungsweg entspricht, so Hoffmann. „Es ist rund 35 Zentimeter zu niedrig.“

Der Mediziner, der sich als Mitglied der Feuerwehr und leitender Notarzt mit dem Thema Flucht- und Rettungswege auskennt, hat gemeinsam mit der Elternvertretung und der Schulleitung nach einfachen Lösungen für das Problem gesucht. Sein Vorschlag: „Mit wenig Aufwand ließe sich das entsprechende Fenster auf das erforderliche Maß vergrößern. Derzeit laufen in der Schule ja erhebliche Umbauarbeiten für den Brandschutz, da wäre das schnell gemacht.“

Wir brauchen auch Metallbauer, Tischler und viele andere wertvolle handwerkliche Fachkräfte.

Marco Hoffmann

Er selbst würde seinen Sohn, der die dritte Klasse der Ostwallschule besucht, „selbst jetzt schon guten Gewissens“ in dem Raum werkeln lassen, wie Hoffmann betonte. Und er fügte hinzu: „Wir brauchen zukünftig nicht nur Menschen, die Software für Fertigungsmaschinen schreiben, wir brauchen auch Metallbauer, Tischler und viele andere wertvolle handwerkliche Fachkräfte, die Modelle und Maschinen erstellen, die erst den Einsatz der Software ermöglichen.“ Dafür sei es wichtig, dass sich die Schüler in allen Bereichen versuchen und entwickeln können – eben auch im Werkunterricht.

Dieser fällt zwar derzeit nicht gänzlich aus, wie die designierte stellvertretende Schulleiterin Cordula Biesenbach berichtet. „Wir haben die Werkzeuge aus dem Fachraum herausgeholt und machen jetzt Werkunterricht in den Klassenräumen“, so Biesenbach. Doch das sei eben nicht Dasselbe. „Im Werkunterricht muss man auch mal etwas stehen lassen können. Außerdem fällt Dreck an und man braucht Platz. All das ist im normalen Klassenraum in dem Maße nicht möglich.“

Stadt will Angelegenheit prüfen

Hoffmann berichtete, sowohl er als auch die Schulleitung hätten sich in der Sache mehrfach an die Stadt, die Schulträger ist, gewandt. Von der bisherigen Resonanz zeigte sich der Schulpflegschaftsvorsitzende enttäuscht. Es habe lediglich kurze Schreiben mit dem Hinweis auf die Brandschutzbestimmungen gegeben. Auf Anfrage der WN sagte der Beigeordnete Matthias Kortendieck am Donnerstag Hilfe zu. „Wir werden die Angelegenheit noch einmal prüfen, insbesondere im Hinblick auf die Statik und den Aufwand, der mit einer Vergrößerung der Fenster verbunden wäre“, so Kortendieck.

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