Rosengarten beteiligt sich an Versuch des Gartenbauzentrums Wolbeck
Robuste Sorten gegen Bodenmüdigkeit

Seppenrade -

Rosen gedeihen nicht auf Flächen, auf denen unmittelbar zuvor auch Rosen wuchsen. Ob das für neue, besonders robuste Sorten ebenfalls gilt, will das Versuchszentrum für Gartenbau in Wolbeck herausfinden. An einem entsprechenden Versuch ist der Rosengarten in Seppenrade beteiligt.

Samstag, 12.05.2018, 06:05 Uhr

Pflanzten am Freitag 600 Rosen zu Versuchszwecken: Sepp Herrmann (vorne l.) vom Versuchszentrum Wolbeck und Friedhelm Landfester (vorne r.) sowie das Team der Rosenmänner.
Pflanzten am Freitag 600 Rosen zu Versuchszwecken: Sepp Herrmann (vorne l.) vom Versuchszentrum Wolbeck und Friedhelm Landfester (vorne r.) sowie das Team der Rosenmänner. Foto: Anne Eckrodt

Für die Rosenmänner war am Brückentag alles andere als Erholung angesagt. Das Team stemmte am Freitag einen Großeinsatz im Rosengarten. Schließlich mussten 600 Pflanzen in die Erde. Das hieß auch, per Erdbohrer entsprechend viele Löcher zu bohren.

Gepflanzt wurden – natürlich – Rosen. Aber nicht irgendwelche, sondern Bodendecker-, Strauch-. Edel- und Beetrosen. Und zwar die der robusteren Art. Denn der Rosengarten nimmt an einem Versuch zur Bodenmüdigkeit teil, den das Versuchszentrum in Wolbeck der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen startet. „Dabei testen wir Sorten von drei großen Rosenzüchtern, nämlich Noack, Kordes und Tantau“, berichtete Diplom-Ingenieur Sepp Herrmann . Alle Rosenarten sind besonders robust. Denn die Fachleuhte aus Wolbeck wollen testen, ob sie auf den frisch gerodeten Flächen im Rosengarten gedeihen, obwohl dort zuvor bereits Rosen standen. „Rose auf Rose zu pflanzen, funktioniert genauso wenig wie Apfel auf Apfel oder Kirsche auf Kirsche“, weiß Herrmann. Woran das liegt, ist noch nicht endgültig erforscht. „Vermutlich ist ein Komplex aus mehreren Faktoren die Ursache“, so der Fachmann.

Gemeinsam mit Friedhelm Landfester , Vorsitzender des Heimatvereins Seppenrade, und dem Team des Rosengartens beobachtet er nun, wie sich die Pflanzen in den nächsten drei bis vier Jahren entwickeln. Um einen Vergleich zu haben, wurden nur 400 auf einer Fläche eingesetzt, auf der zuvor ebenfalls Rosen wuchsen, die übrigen 200 auf einem anderen Areal. „Die Züchter sagen, dass das direkte Wiederbepflanzen sehr wohl funktioniert, wenn man robuste Rosensorten verwendet“, machte Herrmann deutlich. Landfester erhofft sich auch für die Anlage in Seppenrade Erkenntnisse, wo künftig was gesetzt werden kann. „Außerdem dürfte das – mit Erklärungen versehen – auch für die Besucher eine interessante Sache sein“, ist Landfester überzeugt.

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