Grundschüler zu Besuch im Rathaus
Nicht nur staubige Akten

Lüdinghausen -

Sie durften im Standesamt Platz nehmen, im Bürgerbüro erleben, wie ein Reisepass erstellt wird und einen „Blick“ in die Kanalisation werfen: Die Klasse 4d der Ostwallschule schaute jetzt hinter die Kulissen des Rathauses.

Donnerstag, 17.05.2018, 15:05 Uhr

Im Bürgerbüro schauten die Viertklässler der Ostwallschule zusammen mit Bürgermeister Richard Borgmann (hinten) dem Leiter Georg Bücker über die Schulter.
Im Bürgerbüro schauten die Viertklässler der Ostwallschule zusammen mit Bürgermeister Richard Borgmann (hinten) dem Leiter Georg Bücker über die Schulter. Foto: Stadt Lüdinghausen

25 Kinder aus der Ostwallschule waren jetzt in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Sabine Hermeling zu Besuch im Rathaus. Die Klasse 4d nahm nach der Begrüßung durch Bürgermeister Richard Borgmann zuerst auf den Sitzplätzen im Standesamt Platz. Die Standesbeamtin Tanja Suttrup erklärte den Kindern, wo das Brautpaar und die Trauzeugen sitzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Auch beim Heiraten gebe es bestimmte Regeln, zum Beispiel dass beide Brautleute mindestens 18 Jahre alt sein müssen. „Haben Sie schon einmal erlebt, dass jemand ,Nein‘ gesagt hat?“, wollte ein Junge wissen. Suttrup versicherte, bislang nur Ja-Worte gehört zu haben. Der Bürgermeister hingegen hat einmal einen Mann „Nein“ sagen hören.

Datenschutz

Die nächste Station, das Bürgerbüro, kannten einige Kinder bereits, weil sie schon einmal dort waren, um einen Reisepass zu beantragen. Der Leiter Georg Bücker zeigte den Kindern verschiedene Ausweise und erstellte einen Muster-Kinderreisepass. Die Schüler staunten über die verantwortungsvollen Aufgaben der Mitarbeiter des Bürgerbüros, die mit sehr vielen Daten umgehen und den Datenschutz zu gewährleisten haben. Der Bürgermeister erklärte ihnen, dass nur nach ganz bestimmten Vorgaben Auskunft über die Daten gegeben werden dürfe. „Wenn jemand wegen zu schnellen Fahrens geblitzt wurde, schickt die Polizei auch manchmal Fotos und fragt, um welche Person es sich auf dem Foto handelt. Das ist nämlich nicht immer so gut zu erkennen“, wird der Verwaltungschef in dem Pressetext zitiert. In solchen Fällen darf die Stadt die Daten ausnahmsweise herausgeben.

Per Kamera in die Kanalisation

Im Tiefbauamt zeigte Robert Breuer, wie eine Kamera durch die Kanalisation fährt, um Schadstellen aufzudecken. Sollte ein Riss im Rohr sein, wird dieser durch einen Kunststoff-Schlauch ausgehärtet. Und Kirsten Wansing erzählte den Kindern, wie Baugebiete entstehen – vom Acker bis zum Wohngebiet. Nach diesem Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen wussten die Kinder, wie spannend die Arbeit in einem Rathaus sein kann und, dass sie nicht nur mit Akten zu tun hat. Außerdem löcherten sie den Bürgermeister mit jeder Menge Fragen.

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