Bürgermeister inspiziert „Hirsch-Wiese“
Paradies für Pflanzen und seltene Tiere

Seppenrade -

Die „Hirsch-Wiese“ in Seppenrade-Ondrup ist ein in Lüdinghausen einzigartiges Biotop – mit einer Vielfalt unterschiedlicher Pflanzen und teilweise relativ seltenen Tierarten. Bürgermeister Borgmann zeigte sich bei einem Besuch beeindruckt von dem ökologischen Kleinod.

Samstag, 09.06.2018, 17:00 Uhr

Vor Ort in der blühenden Wiesen: Erich Hirsch (r.) mit Bürgermeister Richard Borgmann (M.) und dem Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg.
Vor Ort in der blühenden Wiesen: Erich Hirsch (r.) mit Bürgermeister Richard Borgmann (M.) und dem Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg. Foto: Stadt Lüdinghausen

Zu einer Wanderung über die „Hirsch-Wiese“ in der Seppenrader Bauerschaft Ondrup trafen sich jetzt Bürgermeister Richard Borgmann , der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg und Erich Hirsch . Die beiden Verwaltungsvertreter seien beeindruckt davon gewesen, wie Hirsch die städtische Ausgleichsfläche mit viel Arbeitseinsatz und Geduld innerhalb weniger Jahren zu einer hochwertigen ökologischen Wiese ausgebaut hat, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Lüdinghausen.

Hirsch, langjähriges Nabu-Mitglied, sammelt die Samen in Handarbeit von Wegsäumen, um sie in der Wiese einzubringen. „Es muss nicht immer nur grünes Gras sein“, wird Hirsch in der Mitteilung zitiert. Er sähe es gerne, wenn die Wiese in ein paar Jahren ganz weiß wäre, um einen perfekten Lebensraum für Margeriten zu schaffen. Diese stehen nun schon an vielen Stellen in voller Pracht auf der Wiese. Auch Wiesenglockenblumen, der scharfe Hahnenfuß, die Wiesenknautie und einzelne Weißdornbüsche locken Insekten und andere Tiere an. „Um die Schmetterlinge, die hier fliegen, an anderen Orten zu sehen, müssen Sie schon sehr viel Glück haben“, so Hirsch nicht ohne Stolz gegenüber den Besuchern. Auch ein Braunkehlchen sei ein seltener Gast. An den Teichen und Tümpeln fühlen sich Storche, Graureiher, Frösche und Libellen wohl.

Ich bin sehr dankbar, dass so etwas möglich gemacht wurde.

Erich Hirsch

Die Wiese müsse in einem ganz bestimmten Rhythmus gemäht werden, um in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Arten zu fördern, so Hirsch. Das Gras wachse danach nicht so hoch und sei so für die Blumen eine kleinere Konkurrenz. Um jede Pflanze kümmert sich der Naturliebhaber mit großer Hingabe und freut sich über jede neue Art, die er entdeckt. So will er eine größtmögliche Blütenvielfalt auf der Wiese schaffen. Auch viele kleine „Insektenhotels“ gehören zu der Fläche, die er betreut. Auf Schildern steht die Bitte geschrieben, die Wiese nicht zu betreten, um die Pflanzen zu schützen.

„Ich bin sehr dankbar, dass so etwas möglich gemacht wurde“, sagt Hirsch. Jede Stadt habe grüne Flächen, aber das hier sei nun ein echter Hingucker. „Sie haben in Handarbeit eine Artenvielfalt geschaffen, die beeindruckend ist. Dank Ihres großartigen ehrenamtlichen Engagements folgt ein Naturerlebnis dem nächsten“, betonte Borgmann.

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