Infoveranstaltung: „Blühendes Lüdinghausen“
Einsatz für die Artenvielfalt

Lüdinghausen -

Zu einer Diskussions- und Informationsveranstaltung zum Thema Thema „Für ein blühendes Lüdinghausen“ hatten Stadt und NABU am Dienstagabend in die Burg Lüdinghausen eingeladen.

Donnerstag, 21.06.2018, 12:00 Uhr

Wollen die Artenvielfalt in Lüdinghausen schützen: (v.l.) Heinz-Helmut Steenweg, Grünbeauftragter der Stadt, Bürgermeister Richard Borgmann, Thomas Zimmermann vom Naturschutzzentrum Coesfeld und Birgit Passmann vom Biologischen Zentrum.
Wollen die Artenvielfalt in Lüdinghausen schützen: (v.l.) Heinz-Helmut Steenweg, Grünbeauftragter der Stadt, Bürgermeister Richard Borgmann, Thomas Zimmermann vom Naturschutzzentrum Coesfeld und Birgit Passmann vom Biologischen Zentrum. Foto: beb

Eine Stunde Information, eine Stunde Diskussion: Zum Thema „Für ein blühendes Lüdinghausen“ hatten auch die zahlreichen Gäste der vom NABU, Arbeitskreis Artenvielfalt, und der Stadt organisierten Informationsveranstaltung im voll besetzten Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen einiges beizutragen.

Bürgermeister Richard Borgmann sprach zur Begrüßung davon, dass in Lüdinghausen zum Thema Artenvielfalt „vieles in Bewegung geraten“ sei, man aber „viele Maßnahmen noch verbessern“ könne. Der städtische Grünbeauftragte, Heinz-Helmut Steenweg, konkretisierte die Projekte, die die Stadt im Innen- und Außenbereich durchgeführt hat und durchführen wird. Dazu zählen die Mahden durch den Bauhof, die Verschiebung des Teiches im Stadion oder die Erich-Hirsch-Wiese am Kanalseitenweg.

Wir müssen überzeugen und gemeinsam sehen, dass wir den Zug Umwelt vorantreiben.

Richard Borgmann

Dr. Detlev Kröger vom NABU, der auch als Moderator durch die Veranstaltung führte, präsentierte alarmierende Zahlen: Die Zahl der Fluginsekten sei in den vergangenen 15 Jahren um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Davon abhängige Vögel stünden vor dem Aussterben. Die Ursachen seien unter anderem zu häufige Mahd und Mulch an den Wegrändern und der Einsatz von Pestiziden. Kröger stellte verschiedene Maßnahmen vor, die interessierte Bürger durchführen könnten, etwa die Anlage einer Wildblumenwiese oder die Einrichtung von Nisthilfen.

Thomas Zimmermann vom Naturschutzzentrum Coesfeld erläuterte ein Kreisprojekt zur Vielfalt am Wegesrand, Birgit Passmann vom Biologischen Zentrum erklärte, dass das Zentrum unter anderem Bürgerberatung im Siedlungsbereich anbiete. Berthold Kasberg vom Landwirtschaftlichen Ortsverband beschrieb das „Lüdinghauser Modell“, bei dem Hafer für Vögel und Kleinsäuger ohne Düngung und Pflanzenschutz auf zwei Hektar Ackerland angebaut wurde. Die Kosten übernahm die Stadt.

Wenn jeder was macht, dann passiert was.

Detlef Kröger

In der engagierten Diskussion wurden auch kritische Fragen zum derzeitigen Stand an die Stadtvertreter gestellt. Borgmann verwies auf vielfach kollidierende Interessen, unter anderem beim Thema neuer Wohnraum, und forderte: „Wir müssen überzeugen und gemeinsam sehen, dass wir den Zug Umwelt vorantreiben.“ Kröger appellierte zum Schluss: „Wenn jeder was macht, dann passiert was.“

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