ADFC-Tour zu den Gräftenhöfen der Umgebung
Mit der Leeze Geschichte erradeln

Lüdinghausen -

„Gräftenhöfe sind die Wasserschlösser der Bauern“, sagt Dr. Ludger Schröer. Der ADFC Lüdinghausen hat jetzt eine Tour zu einigen dieser alten Bauernsitze ausgearbeitet. Sie ist 53 Kilometer lang und in einer Tagestour gut zu bewältigen.

Freitag, 22.06.2018, 08:00 Uhr

Sie haben an der Gräftenhof-Tour des ADFC Lüdinghausen gebastelt (v.l.): Klaus Althoff, Wilhelm Beckmann, Ludger Schröer und Heinz Wolle.
Sie haben an der Gräftenhof-Tour des ADFC Lüdinghausen gebastelt (v.l.): Klaus Althoff, Wilhelm Beckmann, Ludger Schröer und Heinz Wolle. Foto: wer

Ganze 53 Kilometer auf historischen Pfaden sind die Radler unterwegs, die die neue Tour des ADFC ausprobieren wollen. Unter dem Titel „Gräftenhof-Radtour“ haben die ADFCler eine neue Route entwickelt, die von Lüdinghausen über Senden und Davensberg bis Ascheberg und Ottmarsbocholt führt.

„Das ist eine Tour zu Wasserschlössern der Bauern“, beschreibt Dr. Ludger Schröer die Ziele der Rundfahrt. Er hat als Mitglied im Verein „Zentrum für historische ländliche Baukultur im Münsterland“ für den historischen Hintergrund der Tour gesorgt und für einen Flyer nähere Informationen zu den angesteuerten Gräftenhöfen beigesteuert. Die Route ausgearbeitet hat ADFC-Mitglied Heinz Wolle. Mitgewirkt haben zudem Wilhelm Beckmann und Klaus Althoff.

Das ist eine Tour zu Wasserschlössern der Bauern.

Ludger Schröer

„Die Gräftenhöfe sind für das Münsterland grundsätzlich keine auffällige Besonderheit“, erklärt Schröer. Vor rund 200 Jahren habe es noch über 200 dieser Anlagen gegeben. Nur große Bauern wie die Schultenhöfe hätten sich solche von Wassergräben umgebenen Prestige-Objekte leisten können. Heutzutage sei es schwierig, noch vollständig erhaltene Gräftenhöfe zu finden. Und so sei es auch Ziel der Radelroute, dieses historische Erbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sind sich Schröer und die ADFC-Vertreter einig.

Man kann auch jenseits der 100-Schlösser-Route schön durch die münsterländische Parklandschaft radeln.

Wilhelm Beckmann

„Man kann auch jenseits der 100-Schlösser-Route schön durch die münsterländische Parklandschaft radeln“, sagt Beckmann. Auf der Strecke liegen die Sendener Gräftenhöfe Schulze Messing und Schulze Tomberge, in der Venne gibt es das alte Pastorat zu sehen. In Davensberg führt die Strecke am Haus Steinhorst vorbei. Weiter geht es zu den Höfen Romberg und Schulze Hobbeling. Einen Haken hat die Tour, geben die Vertreter des ADFC zu: Keiner der Höfe kann besichtigt werden, denn alle sind bewohnt und werden als landwirtschaftliche Betriebe weiter fortgeführt.

Dennoch, so die Tourenplaner, lohne allein schon der Blick von außen. Und: Da ja bekanntlich der Weg das Ziel sei bei einer Radtour, entschädige die Landschaft für diesen kleinen Makel. Unterwegs böten sich zudem eine ganze Reihe Möglichkeiten zur Einkehr für eine Verschnaufpause. Interessant sei die Tour vor allem für Touristen, die von Lüdinghausen aus das Münsterland entdecken wollen. Und so sei man selbstverständlich mit Lüdinghausen Marketing und den heimischen Hotelbetrieben im Gespräch, versichert Beckmann.

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Wer die „Gräftentour“ radeln möchte, findet eine Streckenbeschreibung auf der Homepage des ADFC unter www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-muenster/ortsgruppen/luedinghausen/adfc-ortsgruppe-luedinghausen.html. Dort kann nicht nur die Routenbeschreibung ausgedruckt werden, auch entsprechende GPS-Tracks sind verfügbar.

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