Entlassfeier an der Hauptschule
Einzigartigkeit in Zeiten des Wandels

Lüdinghausen -

61 Zehntklässler nahmen Abschied von der Hauptschule. Sechs Jahre lang hatten sie dort gebüffelt. „Einzigartigkeit“ nahmen sie jetzt für sich in Anspruch – zu Recht, bestätigte ihnen die Schulleiterin. In wenigstens einer Hinsicht aber waren sie wie alle Jahrgänge vor und nach ihnen auch.

Samstag, 30.06.2018, 07:00 Uhr

Ein letztes Mal auf dem Pausenhof, wenn auch in anderem Outfit als sonst: Die 61 Entlassschüler stellen sich vor der Entlassfeier zum Gruppenfoto. Die kommissarische Schulleiterin Barabara Richter-Orlowski (kl. Foto) bescheinigte den Schülern Einzigartigkeit.
Ein letztes Mal auf dem Pausenhof, wenn auch in anderem Outfit als sonst: Die 61 Entlassschüler stellen sich vor der Entlassfeier zum Gruppenfoto. Die kommissarische Schulleiterin Barabara Richter-Orlowski (kl. Foto) bescheinigte den Schülern Einzigartigkeit. Foto: Christian Besse

„Primzahlen sind einzigartig – genauso wie ihr“, sagte am Freitagnachmittag Bärbel Richter-Orlowski zu den Hauptschülern der Jahrgangsstufe 10. Sie muss es wissen – Richter-Orlowski ist nicht nur Mathelehrerin, sondern auch kommissarische Leiterin der Hauptschule. 61 junge Frauen und Männer wurden gestern feierlich verabschiedet.

Barbara Richter-Orlowski

Barbara Richter-Orlowski

Mit ihrem Kompliment nahm die Leiterin Bezug auf das Motto, dass die Schüler selbst für Entlass- und Abschlussfeier gewählt hatten: „ID – Jeder ist einzigartig“. Das bezog sich auf die persönliche Individualität. Wie heterogen auch die Abstammung der jungen Erwachsenen war, verdeutlichte sich in der Begrüßung zum Auftakt der Feier in der Pausenhalle. Fünf Schüler begrüßten vom Podium aus Eltern, Lehrer, Mitschüler und weitere Gäste auf Türkisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Deutsch.

Auch die Lehrer sind erleichtert, dass sie wieder eine Rabaukengeneration ins Leben schicken dürfen.

Schülersprecher Kevin Kanditt

Sechs Jahre lang hatten die Entlassschüler an der Hauptschule gebüffelt. Was sich seitdem verändert hat und auch wieder nicht, verdeutlichte Thomas Schulze auf‘m Hofe, der nun ebenfalls scheidende Pflegschaftsvorsitzende: „2012 sollte der Betrieb auf dem Flughafen Berlin beginnen.“ Andererseits sei die deutsche Nationalmannschaft damals, bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine, bis ins Halbfinale vorgedrungen. Kontinuität und Wandel . . .

Dass der Entlassjahrgang 2018, bei allem Wandel und aller Einzigartigkeit, in wenigstens einer Hinsicht nicht anders war als vorherige und wahrscheinlich auch nachfolgende, machte Schülersprecher Kevin Kanditt deutlich: „Auch die Lehrer sind erleichtert, dass sie wieder eine Rabaukengeneration ins Leben schicken dürfen.“

Entlassfeier in der Hauptschule in Lüdinghausen

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  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse
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  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse
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  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse
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  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse
  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse
  • 61 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule in Lüdinghausen entlassen. Foto: Christian Besse

Wo sie, direkt oder über eine weiterführende Schule, im Berufsleben landen werden und, so Josephine Kleyboldt, zwangsläufig auch auf Widerstände stoßen. „Lasst euch nicht unterkriegen. Gebt nicht auf“, gab die stellvertretende Bürgermeisterin den Schülern in ihrer Rede mit auf den Weg.

Auch Schulze auf‘m Hofe eröffnete ihnen einen Blick in die Zukunft. Sie würden schon bald mit Nostalgie auf die Zeiten an der Schule zurückblicken. „Den Stallgeruch dieser Schule werdet ihr nicht mehr los“, so der Pflegschaftsvorsitzende. „Und das ist positiv gemeint.“

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