Celina Grewing, Luka Ressmann und Robin Mai hat das Ökologische Jahr weitergebracht
Sie würden es wieder tun

Lüdinghausen -

Zwölf Monate haben Luka Ressmann, Celina Grewing und Robin Mai ein Ökologisches Jahr im Biologischen Zentrum absolviert. Eine Zeit, die sie genutzt haben, sich über ihre berufliche Zukunft klar zu werden. Und alle drei sind sich einig: Sie würden es wieder tun.

Donnerstag, 26.07.2018, 09:00 Uhr

Luka Ressmann (l.), Celina Grewing und Robin Mai haben das Ökologische Jahr im Biologischen Zentrum genossen. Es hat ihnen viel gebracht.. Sie sind sich jetzt vollkommen sicher, dass der berufliche Weg, den sie jetzt einschlagen werden, der richtige ist.
Luka Ressmann (l.), Celina Grewing und Robin Mai haben das Ökologische Jahr im Biologischen Zentrum genossen. Es hat ihnen viel gebracht.. Sie sind sich jetzt vollkommen sicher, dass der berufliche Weg, den sie jetzt einschlagen werden, der richtige ist. Foto: Bettina Laerbusch

Sie haben es genossen, dieses besondere Jahr. Jeden Tag? Vermutlich. Oder besser: Höchstwahrscheinlich. Luka Ressmann (19), Robin Mai (20) und Celina Grewing (18) kannten sich nicht, bevor sie im August 2017 gemeinsam ein Ökologisches Jahr im Biologisches Zentrum in Lüdinghausen begannen. Inzwischen sind sie ein erstklassiges Team. Schade eigentlich, dass jetzt – genau am 31. Juli – Schluss ist. Alle drei werden getrennte Wege gehen.

Was haben diese zwölf Monaten dem Trio gebracht? Würden die drei es wieder tun? Würden sie ein Jahr bei Leiterin Dr. Irmtraud Papke, Gartenmeister Matthias Overkamp und dem gesamten Team weiterempfehlen?

„Ich habe das Jahr als Orientierung genutzt, ich brauchte die Zeit nach dem Abi, um mich wirklich entscheiden zu können.

Luka Ressmann

„Kopfüber“, das hatten alle drei vor einem Jahr im ersten WN-Gespräch unterstrichen, wollten sie sich nicht in ein Studium oder eine Ausbildung stürzen. Sie wollten sich eine „Atempause“ gönnen. Dass die wichtig ist und einen Menschen voranbringt statt ihn aufzuhalten, davon sind sie allesamt heute noch mehr überzeugt als vor zwölf Monaten.

„Ich habe das Jahr als Orientierung genutzt, ich brauchte die Zeit nach dem Abi, um mich wirklich entscheiden zu können“, sagt Luka Ressmann. Schon im Sommer 2017 hatte er darüber nachgedacht, Biologie zu studieren. Ingenieurwesen und BWL waren als Optionen ebenfalls in seinem Kopf. Jetzt ist er hundertprozentig sicher: Biologie beziehungsweise Biowissenschaften – das ist sein Weg.

Robin Mai ist sicher, dass er Tischler werden möchte. Am 1. August beginnt er eine Lehre in der Stuhlfabrik Schnieder in Lüdinghausen. Als er im Sommer 2017 im Biologischen Zentrum sein Ökologisches Jahr begann, stand auch Garten- und Landschaftsbau als Ausbildungsbereich auf seiner Agenda.

Was den einen oder anderen, der hinter die Kulissen des Biologischen Zen­trums schaut, überraschen mag, ist die Vielfältigkeit, mit der junge Menschen wie Luka Ressmann oder Celina Grewing dort konfrontiert werden: Telefondienst, Betreuung der vielen Schulklassen, Gespräche mit Besuchern zum Beispiel beim „Tag der Offenen Tür“. Und: Es wird im Biologischen Zentrum auch mit Holz gearbeitet; so hat Luca Ressmann gemerkt, dass dieses Handwerk sein Ding ist.

Celina Grewing hatte sich vor zwölf Monaten gefragt: Mach’ ich Abitur oder beginne ich eine Ausbildung? Sie war sich einfach nicht sicher. Jetzt ist sie es: Mit Elan und – ja auch – Begeisterung (die Vorfreude muss riesengroß sein), erzählt sie, dass sie in einem Bioladen in Dülmen eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau beginnen möchte. Sie hat in dem Jahr im Biologischen Zentrum die Erfahrung gemacht, dass es ihr Spaß macht, (Kunden-)Gespräche zu führen. Und mit Obst und Gemüse kennt sie sich jetzt deutlich besser aus als noch vor einem Jahr.

Sie hatten viel Spaß untereinander, sie haben viel gelacht.

Matthias Overkamp

Das WN-Gespräch mit den Dreien findet an einem Freitag statt, gut zwei Wochen sind es noch bis zum 31. Juli. Doch heute wird schon einmal Abschied gefeiert. Der Grund: Matthias Overkamp, dem das gesamte Trio spürbar und hörbar ans Herz gewachsen ist, geht in den Urlaub: Gleich wird gegrillt. Die drei seien sehr unterschiedlich, plaudert Overkamp aus dem Nähkästchen. Sie hätten sich sehr gut verstanden, erzählt er weiter. Und verrät schmunzelnd, vielleicht sogar ein bisschen väterlich: „Sie hatten viel Spaß untereinander, sie haben viel gelacht.“ Von drei unterschiedlichen Talenten spricht Overkamp – und er lässt keinen Zweifel daran, dass das Biologische Zen­trum davon in den vergangenen Monaten profitiert hat. Einiges, was sich auf dem weitläufigen Gelände so getan habe, wäre ohne Robin, Celina und Luka nicht möglich gewesen, lobt er.

Keinen Zweifel lässt auch Irmtraud Papke daran, wie wertvoll junge Erwachsene für das Team sind. Auch ihr ist anzumerken, dass sie traurig ist, dass das Trio jetzt bald geht. Spürbar größer ist bei ihr aber die Freude darüber, dass die drei ihren Weg gefunden haben. Dass sie „ihre Sicht der Welt“ in den vergangenen zwölf Monaten eingebracht haben, hebt Irmtraud Papke auch hervor. Auf der anderen Seite ist es ihr immer wichtig, „junge Menschen an Nachhaltigkeit heranzuführen“. Das fange bei bestimmten Putzmitteln an.

Keine Frage: Dass Celina Grewing, Luka Ressmann und Robin Mai hin und wieder mal wiederkommen, darauf hoffen Irmtraud Papke und Matthias Overkamp schon – auch wenn die nächsten Absolventen eines Ökologischen Jahres schon in den Startlöchern stehen.

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