RV Lüdinghausen unterwegs
Mit der Barke „Churfranken“ auf dem Main

Lüdinghausen -

Ihre Wanderfahrt führte die Mannen des Rudervereins Lüdinghausen auf den Main. Im Fränkischen ging es mit der Barke „Churfranken“ den Fluss entlang.

Donnerstag, 26.07.2018, 18:00 Uhr

Ruderwanderfahrt auf dem Main: Vorsitzender Christoph Marxen (l.) gibt mit guter Laune die Schlagzahl auf dem Main vor.
Ruderwanderfahrt auf dem Main: Vorsitzender Christoph Marxen (l.) gibt mit guter Laune die Schlagzahl auf dem Main vor. Foto: RVLH

Dass Bayern schon kurz hinter Frankfurt beginnt, wurde 13 Ruderern aus Lüdinghausen bewusst, als sie jüngst ihr Wochen­end-Ruderrevier am Main erreichten. Drei Tage ging es in Nordwest-Bayern flussabwärts auf der Wanderfahrt des Rudervereins Lüdinghausen auf dem Main durch Unterfranken. In Langenprozelten – nicht zu verwechseln mit Dorfprozelten und Stadtprozelten, die später noch durchrudert wurden – nahmen die Lüdinghauser ihr Spezialboot in Empfang, heißt es in einer Pressemitteilung der Sportler.

Wunderschöne Mittelgebirgskulisse

Die gemietete Barke „Churfranken“ bot Platz für zehn Ruderer plus Steuermann und sorgte für ein außergewöhnliches Mannschaftserlebnis auf dem Wasser. Zwei „Chauffeure“ an Land besorgten die Transfers und spürten passende Anlegestellen für die notwendigen Pausen auf. So zum Beispiel am ersten Tag die „Schneewittchen-Stadt“ Lohr, wo in einem zünftigen fränkischen Wirtshaus zu Mittag eingekehrt wurde. Überhaupt waren es immer wieder die schönen kleinen Orte am Main mit ihrem Fachwerk und historischen Gebäuden aus dem typischen roten Buntsandstein, die malerische Akzente entlang des Flusses setzten, wissen die Ruderer zu berichten. Die Landschaft des Main-Spessarts tat ein Übriges. „Wunderschöne Mittelgebirgskulisse bei strahlendem Sonnenschein ließen das Rudern zum Genuss werden“, heißt es weiter. Nach 23 Kilometern am ersten Tag war die Etappe an der Staustufe Rothenfels mit Quartiernahme bei der Rudergemeinschaft Marktheidenfeld beendet.

Altstadt wie aus dem Bilderbuch

Am zweiten Tag änderte sich allmählich die Landschaft und spätestens ab Homburg/Main dominierten die Weinberge das Geschehen links und rechts des Flusses. Nach 28 Kilometern war mit Wertheim das zweite Etappenziel erreicht und der Grill wurde angeschmissen. Die Schlussetappe führte schließlich über 33 Flusskilometer und durch zwei Schleusen bis in den Heimathafen der „Churfranken“ nach Miltenberg, wo die Mannschaft für das schwierige, aber perfekt ausgeführte Anlegemanöver ein Sonderlob des fachkundigen Yachtclub-Publikums erntete.

Auch in Miltenberg erwartete die Ruderer aus dem Münsterland eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch mit einem stilechten Abschluss im fränkischen Biergarten.

Was gab Ludwig Büttner, Vermieter der „Churfranken“, den Lüdinghausern zu Beginn mit auf den Weg? „Ihr fahrt jetzt das schönste Ruderrevier auf dem Main – und passt auf mein Boot auf!“ Fazit der Rudermannschaft: Alles blieb heile – und Büttner hatte recht.

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