Yvonne Brokop und Olaf Vicktor haben Spendenradtour beendet
2008,2 Kilometer für Alina

Seppenrade -

Sie sind zurück von ihrer Sponsorentour. Yvonne und Olaf Vicktor haben exakt 2008,2 Kilometer mit ihren Rädern zurückgelegt – einmal Wolfgangsee und zurück. Dabei haben sie über 3500 Euro an Spendengeldern für das an Leukämie erkrankte russische Mädchen Alina gesammelt.

Freitag, 27.07.2018, 09:00 Uhr

In St. Wolfgang wurden die Radler Yvonne Brokop (2.v.l.) und Olaf Vicktor (r.) von der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Wimmer und Tourismusgeschäftsführer Thomas Möslinger empfangen. Am Dienstagabend kamen beide wieder wohlbehalten in Seppenrade an.
In St. Wolfgang wurden die Radler Yvonne Brokop (2.v.l.) und Olaf Vicktor (r.) von der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Wimmer und Tourismusgeschäftsführer Thomas Möslinger empfangen. Am Dienstagabend kamen beide wieder wohlbehalten in Seppenrade an. Foto: privat

„Die Welt ist doch gut“, bringt Yvonne Brokop die Erfahrungen der vergangenen zweieinhalb Wochen auf den Punkt. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Olaf Vicktor radelte sie zum Wolfgangsee im österreichischen Salzkammergut – und natürlich zurück. Exakt 2008,2 Kilometer legten sie dabei für einen guten Zweck zurück.

Sie sammelten Spenden für das krebskranke russische Mädchen Alina Kalabukhova , das derzeit in der Uniklinik Münster behandelt wird (WN berichteten). Bislang, so Brokop, sind über 3500 Euro auf dem Konto des Familienhauses der Uniklinik zusammengekommen. In Tagesetappen von rund 140 Kilometer näherten sich die beiden Seppenrader ihrem Ziel und begegneten dabei vielen Menschen, denen sie von ihrer „Mission“ erzählten. Und so seien ihnen viele kleine und größere Spenden überreicht worden. „Mal waren es fünf, mal 100 Euro“, erzählt Brokop.

Die Welt ist doch gut.

Yvonne Brokop

Aufmerksamkeit habe schon allein die große Österreich-Flagge erregt, mit der sie unterwegs waren und auf der sich viele Spender und ideelle Unterstützer mit ihrer Unterschrift oder einem aufmunternden Satz für Alina verewigt haben. Und das in den unterschiedlichsten Sprachen, zählt Brokop auf: mal auf Deutsch, dann Niederländisch oder Russisch und sogar auf Albanisch.

Immer wieder haben die 38-jährige Sozialpädagogin und ihr Partner, der am Wolfgangsee seinen 49. Geburtstag feierte, Menschen getroffen, die sich für das Schicksal Alinas interessierten – und die dabei nicht nur ihr Herz, sondern auch den Geldbeutel geöffnet haben. „Wir sind reich beschenkt worden mit Begegnungen, Zeit und Geld“, blickt Brokop zurück. So haben etwa in dreien ihrer Nachtquartiere die Inhaber auf die Bezahlung der Übernachtung verzichtet. Auch dieses Geld wanderte in den Spendentopf.

Wir sind reich beschenkt worden mit Begegnungen, Zeit und Geld.

Yvonne Brokop

„In einem Gasthof hat uns die Kellnerin zehn Euro von ihrem Trinkgeld gegeben“, freut sich Brokop noch immer über diese große Anteilnahme an ihrem Hilfsprojekt. Bei einem Stopp in Thüringen landeten die beiden Radler eher zufällig in einer Zeitungsredaktion. Dort gab es neben Kaffee und Kuchen gleich einen Bericht über ihre Aktion. In Mühldorf am Inn ließ es sich der Wachleiter der Polizeistation, der über Facebook von der Sponsorentour erfahren hatte, nicht nehmen, einen Gruß auf die Flagge zu schreiben. Am Zielort St. Wolfgang wurden Brokop und Vicktor von Thomas Möslinger, dem Chef des Tourismus-Büros, und der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Wimmer in Empfang genommen. Sie überreichten für Alina nicht nur einen Kuschelbären, sondern auch einen kleinen Rucksack.

Trotz der teils strapaziösen Tour mit vielen Steigungen und rasanten Abfahrten hätten beide nie ans Aufhören gedacht, betont Olaf Vicktor. Angst gemacht hätten ihr im Vorfeld die Wetteraussichten, sagt Brokop: „Es war nicht nur viel Regen, sondern auch Gewitter angekündigt.“ Aber bis auf einen heftigen Regentag seien sie trocken geblieben. Da habe der Reisesegen, den Pfarrer Benedikt Elshoff am 8. Juli beim Start an der St.-Felizitas-Kirche ausgegeben hat, gewirkt: „Da hat er einen guten Job gemacht.“ Und: Auch einen Plattfuß habe es auf der ganzen Tour nicht gegeben.

Zum Thema

Wer spenden mag, kann das Familienhauskonto unter dem Stichwort „Alina“ nutzen: IBAN: DE 02 4005 0150 0000 5927 90.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5933780?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker