Radtour zu Transformatorenstationen
Von Turm zu Turm

Lüdinghausen -

Eine Radtour zu den alten Trafotürmen in den Bauerschaften bietet Dr. Ludger Schröer am 9. September an. Sie sind Zeugen der Elektrifizierung in den Außenbereichen in den 1920er Jahren.

Freitag, 10.08.2018, 14:00 Uhr

Dieser Trafoturm findet sich in der Bauerschaft Bechtrup. Auch er wird am 9. September auf der von Ludger Schröer geleiteten Radtour angesteuert.
Dieser Trafoturm findet sich in der Bauerschaft Bechtrup. Auch er wird am 9. September auf der von Ludger Schröer geleiteten Radtour angesteuert. Foto: privat

In der Mitte der 1920er Jahre bekamen die münsterländischen Landwirte endlich einen Stromanschluss. Möglich machten dies kilometerlange Freileitungen, an deren Knoten- und Endpunkten turmförmige Transformatorenstationen die Hochspannung auf haushaltsgerechte 220 Volt drosselten. Aber um deren Aussehen entbrannte ein heftiger Kampf – mit der Konsequenz, dass sich bis heute eine überraschende optische Vielfalt erhalten hat, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter der Tourleitung von Dr. Ludger Schröer startet am 9. September (Sonntag) um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Burg Vischering eine Radtour zu einigen dieser Exemplare.

„So findet sich in unmittelbarer Nähe zur Burg Vischering ein originelles romantisierendes Exemplar, dessen Tür für uns offen steht“, wird der Organisator der Tour in dem Pressetext zitiert. In Olfen begegnen die Radler dann einem nüchternen Zweckbau, in Seppenrade auffälligen Landmarken und auf dem Weg zur Burg Kakesbeck einem „industriegenormtem Plattenbau auf dem Lande“. Am Ende sind acht Stationen, die 100 Jahre Turmgeschichte erzählen können, in Augenschein genommen.

Zukunft ist ungewiss

Die Zukunft dieser historischen Baukultur ist ungewiss. Denn mittelfristig werden die Trafotürme aufgegeben und in der Regel unbemerkt abgerissen. Da sei Diskussionsstoff für alle, so Schröer.

Mit kleinen Pausen und kurzen Erläuterungen an den Türmen und nach einer Kaffeepause in einem Landgasthof am frühen Nachmittag dürften die Ausflügler gegen 15 Uhr zurück sein. Die Strecke ist vorwiegend eben, rund um Seppenrade auch leicht wellig und weitgehend verkehrsarm.

Gebühren werden nicht erhoben, die Anzahl der Teilnehmer ist auf 20 Personen beschränkt. Deshalb ist eine Anmeldung notwendig (E-Mail: zentrum-baukultur-muensterland@gmx.de).

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