Kabarett mit Christian Ehring
Hintergründig und perfide politisch

Lüdinghausen -

Christian Ehring ist vielen Fernsehzuschauern aus der Satiresendung „Extra 3“ bekannt. Auf Einladung der „Freunde der Kleinkunst“ kommt der Kabarettist am 8. September (Samstag) nach Lüdinghausen. In der Aula der Realschule präsentiert er sein Soloprogramm „Keine weiteren Fragen“.

Dienstag, 04.09.2018, 17:12 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.09.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 17:12 Uhr
Kommt mit seinem Soloprogramm nach Lüdinghausen: Christian Ehring.
Kommt mit seinem Soloprogramm nach Lüdinghausen: Christian Ehring. Foto: Stephan Wieland

Er brachte viele Fernsehzuschauer auch über Lüdinghausen zum Lachen. Denn in „seiner“ TV-Satiresendung „Extra 3“ wurde auch ein Beitrag über den „falschen“ Zebrastreifen auf der Steverstraße gezeigt. Doch trotz seiner Moderation von „Extra 3“ und vieler Gastauftritte in der „Heute Show“ sei Christin Ehring in erster Linie ein brillanter Kabarettist, schreiben die „Freunde der Kleinkunst“ (FKK) in einer Pressemitteilung. Das werde Ehring in Lüdinghausen auf der Bühne zeigen: Am Samstag (8. September) gastiert er auf Einladung der Kulturinitiative FKK in der Aula der Realschule, und zwar ab 20 Uhr. Es sind noch einige wenige Restkarten im Vorverkauf bei Lüdinghausen Marketing sowie über die Internetseite der FKK zum Preis von 26 Euro erhältlich.

Kommentar zur Lage der Nation

Sein Soloprogramm „Keine weiteren Fragen“ ist ein hochaktueller und sehr persönlicher Kommentar zur Lage der Nation – hintergründig, schwarzhumorig und perfide politisch. Und darum geht’s: Der Sohn will ins Ausland, auf einmal ist mehr Platz im Haus, da meldet sich das soziale Gewissen: Wäre das nicht die Gelegenheit, endlich mal etwas Sinnvolles zu tun und einen Flüchtling aufzunehmen? Könnte, sollte, müsste man nicht aktiv werden und der linksalternativen Überzeugung auch mal ganz konkret Taten folgen lassen? Die Ehefrau sagt: „Ja“. Ehrings Bühnen-Ich sagt: „Ja, aber“. Findet die Idee zwar gut, würde sich aber lieber zurückziehen ins deutsche Komfortzonenrandgebiet, wo der Einkauf im Bioladen noch ausreicht als moralischer Ablassbrief, wo man erst mal das Haus abbezahlt, Smoothies mixt und seinen Yogalehrer macht. Und vor allem: Keine weiteren Fragen stellt. „Es entwickelt sich ein assoziativer Monolog über Politik, Moral und Verantwortung, komisch und ernst, authentisch und verlogen“, schreiben die FKK in ihrer Ankündigung.

 

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