Herbsttreffen der Interessengemeinschaft Bauernhaus
Einsatz für historische Baukultur

Lüdinghausen -

Ihr Herbsttreffen veranstaltet die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB) von Freitag bis Sonntag (21. bis 23. September) in Lüdinghausen. Auf dem Programm stehen neben Vorträge und Diskussionen auch Exkursionen und Stadtführungen.

Mittwoch, 19.09.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 14:00 Uhr
Blick über die Gräfte auf den Wohngiebel von Hof Grube in der Bauerschaft tetekum.
Blick über die Gräfte auf den Wohngiebel von Hof Grube in der Bauerschaft Tetekum. Foto: L. Schröer

Für drei Tage – von Freitag bis Sonntag (21. bis 23. September) – steht Lüdinghausen im Mittelpunkt des Interesses der Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB). Die IgB ist ein bundesweiter Verein mit circa 6000 Mitgliedern, der sich seit nunmehr 40 Jahren für die Erhaltung der besonderen ländlichen Bauweisen einsetzt. Mit ihrem Motto „Wir lieben alte Häuser“ hat die IgB ihr Augenmerk grundsätzlich auf alle Bauten, Hausformen und Hauslandschaften gerichtet, die als Teil unseres Kulturerbes in unverkennbarer Weise die Landschaften und Ortschaften prägen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Jahrestreffen des Vereins geht zurück auf eine Initiative des „Zentrums für historische ländliche Baukultur im Münsterland“ und der Außenstelle Münsterland der IgB, die ebenfalls in Lüdinghausen ihren Sitz hat. „Wir freuen uns auf dieses Treffen, für das wir ein umfangreiches Programm vorbereitet haben. Denn in Lüdinghausen und seiner Umgebung werden wie in einem Brennglas die Erfolge und Probleme deutlich, die das Engagement für historische Baukultur mit sich bringt“, wird Vorstandsmitglied Ludger Schröer in der Presseinformation zitiert.

Wir freuen uns auf dieses Treffen, für das wir ein umfangreiches Programm vorbereitet haben.

Ludger Schröer

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Bürgermeister Richard Borgmann werden die Teilnehmer am Freitag auf Hof Grube in Tetekum begrüßen. Karin und Johannes Busch haben die jahrelange Restaurierung dieses ältesten Bauernhauses Westfalens nur mit der Hilfe der Hausfreunde der IgB bewerkstelligen können. Dies sei der ideale Ort, um die Jahreshauptversammlung, zu der sich insgesamt mehr als 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland angemeldet haben, zu eröffnen, sind sich die Organisatoren sicher.

Der Samstag ist für die vereinsinterne Arbeit reserviert. Am späten Nachmittag werden Führungen durch Lüdinghausens „Altstadt“ angeboten. Neben dem Hakehaus, das 1672 als Armenhaus gebaut worden ist, und der St.-Felizitas-Kirche wird auch die Freiheit Wolfsberg Schwerpunkt sein. Die alten und neuen Häuser, Zerstörungen und Bauprojekte werden den Fachleuten der IgB lebhaften Diskussionsstoff bieten.

Am Sonntag findet für alle Teilnehmer eine Busexkursion ins nahe Münsterland statt. Besichtigt werden Hofanlagen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, die für die Region typisch sind. „Sie verdeutlichen, mit wie viel Mühe und persönlichem Engagement Eigentümer unser aller historisches Erbe pflegen. Der Aufwand, ländliche Baudenkmäler zu erhalten ist enorm, und nicht immer gelingt es, wertvolle historische Bausubstanz vor dem endgültigen Verfall zu retten“, so die IgB-Mitteilung weiter. Die Exkursion macht zudem auf Hofkreuze und Wegekapellen aufmerksam, die als sakrale Kleinbauten das münsterländische Landschaftsbild bereichern.

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