AGFS-Bereisung: Lüdinghausen ist künftig dabei
„In manchen Punkten zu zaghaft“

Lüdinghausen -

Die Steverstadt gehört künftig zum Kreis der in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW organisierten Kommunen. Eine entsprechende Empfehlung sprach am Montag eine 14-köpfige Kommission aus. Diese hatte zuvor unter Führung des städtischen Radverkehrsbeauftragten Bastian Spliethoff die Stadt erkundet.

Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 08:00 Uhr
Eine Rundreise durch die Stadt unternahmen am Montag Vertreter der AGFS, aus der Lüdinghauser Verwaltung und der Politik sowie des örtlichen ADFC. Dabei ging es um die Aufnahme der Stadt in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Ziele in der Umgebung waren dabei unter anderem die umgestaltete Olfener Straße, Berereiche entlang der Stever sowie die „StadtLandschaft“.
Eine Rundreise durch die Stadt unternahmen am Montag Vertreter der AGFS, aus der Lüdinghauser Verwaltung und der Politik sowie des örtlichen ADFC. Dabei ging es um die Aufnahme der Stadt in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Ziele in der Umgebung waren dabei unter anderem die umgestaltete Olfener Straße, Berereiche entlang der Stever sowie die „StadtLandschaft“. Foto: wer

Das war durchaus anspruchsvoll. Immerhin 19 Stationen im Stadtgebiet steuerten die Mitglieder der AGFS-Kommission (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW) am Montag gemeinsam mit Bastian Spliethoff , dem Radverkehrsbeauftragten der Stadt Lüdinghausen, an. Begleitet wurden sie dabei nicht nur von Bürgermeister Richard Borgmann, sondern von weiteren Vertretern aus Verwaltung und Politik sowie vom heimischen ADFC. Auch Lars Werkmeister, Geschäftsführer von Lüdinghausen Marketing, das die Teilnehmer mit Leihleezen versorgt hatte, nahm an der Tour durch die Stadt teil.

Und die war wohl derart überzeugend, dass am Nachmittag gegen 15 Uhr der einstimmige Beschluss der 14-köpfigen Kommission feststand: Lüdinghausen soll in die AGFS, der aktuell 83 Kommunen und Kreise im Land angehören, aufgenommen werden. Dieses Ergebnis verkündete nach kurzer Beratung Thomas Nückel , Vorsitzender des Verkehrsausschusses des NRW-Landtags.

Das ist innovativ.

Peter London (NRW-Verkehrsministerium

Eine Begründung für diese einmütige Entscheidung lieferte Peter London. Er ist im NRW-Verkehrsministerium für die Nahmobilität zuständig. Er listete dabei einen Plus- und Minus-Katalog auf. Zunächst lobte London allerdings die absolute Einhaltung des Zeitplans für die Bereisung. Außerdem hätten die zuvor von der Stadt eingereichten Unterlagen überzeugt. Geradezu begeistert war er von den neuen, besonders hohen und damit auch aus der Entfernung gut sichtbaren „Pollern“ etwa an Brücken. „Das ist innovativ“, befand London. Großes Lob gab es zudem für Bastian Spliethoff, der sich innerhalb kürzester Zeit intensiv in seine Aufgabe als Radverkehrsbeauftragter der Stadt eingearbeitet habe.

Zugleich mahnte er die Lüdinghauser. Sie seien „in manchen Punkten zu zaghaft. Nicht alles, was man für Fußgänger- und Radverkehr tut, ist schlecht für den Autoverkehr.“ Und: Diensträder für die Verwaltung seien eine gute Idee. Die sollte bald umgesetzt werden.

Einstimmige Beschlüsse kriegt man nicht so oft.

Bürgermeister Richard Borgmann

„Einstimmige Beschlüsse kriegt man nicht so oft. Wir sind dankbar für Ihren externen Blick und Ihre Anregungen“, kommentierte der Bürgermeister den positiven Ausgang der Bereisung. Ab sofort, so betonte London, könne die Stadt Anträge auf Fördermittel aus dem AGFS-Topf stellen. Denn: „Wir haben noch nicht erlebt, dass der Verkehrsminister unseren Empfehlungen in dieser Frage nicht gefolgt wäre“, sagte Nückel.

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