Bauausschuss stimmt Plänen für die Umgestaltung Amthaus und Burginnenhof zu
Neuer Pflasterstreifen macht’s leichter

Lüdinghausen -

Wer nicht gut zu Fuß ist, auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, für den ist der Weg zur Burg Lüdinghausen und zum Bauhaus beschwerlich bis unmöglich. Das ändert sich nun. Der Bauausschuss stimmte am Dienstagabend für eine Umgestaltung der Straße Amthaus.

Mittwoch, 03.10.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.10.2018, 06:00 Uhr
Stellte die Pläne für die Umgestaltung der Straße Amtweg vor: Rodegang Elkendorf.
Stellte die Pläne für die Umgestaltung der Straße Amtweg vor: Rodegang Elkendorf. Foto: Anne Eckrodt

Eines machte Rodegang Elkendorf gleich zu Beginn seiner Ausführungen im Bauausschuss am Dienstagabend deutlich: Durch die Umgestaltung werde die Straße Amthaus bis in den Innenhof der Burg Lüdinghausen barriereärmer, jedoch nicht barrierefrei. Letzteres sei aufgrund der Denkmalauflagen für den Bereich gar nicht möglich, wie sich erst kürzlich wieder bei einem Ortstermin unter anderem mit den Denkmalbehörden gezeigt habe, so der Diplom-Ingenieur vom Büro Gnegel (Sendenhorst). Gleichzeitig machte er deutlich: „Es ist kein Luxus, hier was zu tun.“

Und das passiert nun. Einstimmig segnete der Bauausschuss die Planung des Ingenieurbüros ab. In der Straßenmitte wird ein 1,20 Meter breiter Streifen des alten Pflasters aufgenommen und durch ein neues, für Rollstuhl- und Rollatornutzer wesentlich leichter zu befahrendes beziehungsweise begehbares ersetzt. „Wir machen das ganz bewusst mittig“, erläuterte Elkendorf.

Dadurch sind wir in dem Abschnitt aus dem archäologischen Bereich raus und können uns bei der Umgestaltung frei bewegen.

Rodegang Elkendorf

Zum einen, weil es an den Fahrbahnrändern rechts und links Rinnen gibt, die ein zusätzliches Hindernis darstellen. Zum anderen liegt in der Straßenmitte ein Mischwasserkanal. „Dadurch sind wir in dem Abschnitt aus dem archäologischen Bereich raus und können uns bei der Umgestaltung frei bewegen“, nannte der Ingenieur einen der wesentlichen Gründe. Aufgrund des Denkmalschutzes muss das neue Pflaster ebenfalls ein Naturstein sein. Elkendorf: „Da werden wir den gleichen Stein verwenden wie bereits in der Innenstadt.“ Der Streifen, der auch für Sehbehinderte gut passierbar ist, zieht sich im Burghof bis zur Rampe, die unverändert bleibt. Die Eingangstür hingegen wird künftig wesentlich leichter zu öffnen sein.

Die Kosten für die Umgestaltung der Straße in Höhe von rund 200 000 Euro sind zu 60 Prozent förderfähig. „Den Antrag werden wir jetzt stellen. Je nach Freigabe der Mittel kann es dann Anfang 2019 losgehen“, so Bauamtsleiterin Ellen Trudwig.

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