Spendenaktion erfolgreich
Elias Morungu hat sein Taxi

Lüdinghausen -

Da staunte Josef Kieslich nicht schlecht: Der Lüdinghauser hatte im Rahmen einer privaten Spendenaktion Geld gesammelt, um Elias Morungu im fernen Namibia den Kauf eines gebrauchten Taxis zu ermöglichen. Das Geld war schneller zusammen, als Kieslich zu hoffen gewagt hatte.

Samstag, 06.10.2018, 15:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 06.10.2018, 15:00 Uhr
Es ist tatsächlich geschafft: Elias Morungu hat sein eigenes Taxi. Dazu verholfen hat dem Namibier die Spendenaktion des Lüdinghausers Josef Kieslich.
Es ist tatsächlich geschafft: Elias Morungu hat sein eigenes Taxi. Dazu verholfen hat dem Namibier die Spendenaktion des Lüdinghausers Josef Kieslich. Foto: privat

Das Geld sei schneller zusammengekommen als die Lizenz zum Fahren, berichtet Josef Kieslich über seine Spendenaktion für den Namibier Elias Morungu. Anfang August hatte der Lüdinghauser dazu aufgerufen, dem Familienvater in der namibischen Hauptstadt Windhoek beim Erwerb eines Autos zu helfen. Morungu verdient sein Geld als Taxifahrer – und der Verdienst reicht kaum, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern.

Das ändert sich jetzt. 3000 Euro hat Kieslich nach Windhoek überwiesen. Dort kaufte sein Sohn, der bislang eine Station seines juristischen Referendardienstes in der Hauptstadt absolvierte, gemeinsam mit dem Namibier ein Auto – einen kleinen Nissan. Zudem kümmerte er sich zusammen mit ihm darum, dass Morungu seine Lizenz als selbstständiger Taxifahrer bei den Behörden bekam.

Er hat künftig deutlich mehr Geld zur Verfügung.

Josef Kieslich

„Das war eine komplizierte Sache“, habe ihm sein Sohn berichtet, erklärte Kieslich. Denn nicht nur ein Amt sei für diese aufwendige Prozedur zuständig gewesen. Und die Gebühren seien auch nicht von Pappe gewesen, Doch jetzt seien alle bürokratischen Hürden genommen und das gebrauchte Fahrzeug in einer Werkstatt auf Vordermann gebracht worden. Nun sei jedoch alles geklärt und Morungu habe schon seine ersten Touren mit dem eigenen Wagen erledigt.

Auch finanziell wirke sich die Selbstständigkeit für die Familie des Namibiers aus. „Er hat künftig deutlich mehr Geld zur Verfügung“, sagte der Lüdinghauser, der sich bei allen Spendern bedankt. 1770 Euro seien zusammengekommen, den Rest habe er selbst finanziert, so Kieslich. Morungu selbst – und natürlich seine Familie – seien überaus glücklich über diese Entwicklung.

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