Monika Bylitza gibt Lebenstipps beim Frauenfrühstück
„Nörgeln verboten“

Lüdinghausen -

Nicht wie das Huhn Clara vorm Zaun stehen, sondern auch mal andere, neue Wege gehen – so lautete knapp zusammengefasst der Ratschlag von Motivationstrainerin Monika Bylitza beim ökumenischen Frauenfrühstück im evangelischen Gemeindezentrum.

Freitag, 12.10.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.10.2018, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 17:10 Uhr
Interessiert verfolgten die Besucherinnen den Vortrag von Referentin Monika Bylitza.
Interessiert verfolgten die Besucherinnen den Vortrag von Referentin Monika Bylitza. Foto: ll

Ein volles Haus gab es am Samstagvormittag beim traditionellen ökumenischem Frauenfrühstück im Stephanus-Gemeindezentrum. Rund 120 Frauen hatten sich dazu angemeldet, um sich in gemütlicher Atmosphäre und bei einem leckeren Frühstück auszutauschen. Neben dem reichhaltigen Buffet gab es jedoch auch Nahrung für die Seele. Der Chor „Swinging Voices“ aus Münster spielte verschiedene christliche Lieder und lud das Publikum zum Mitsingen ein. Den Höhepunkt bildete der Vortrag von Monika Bylitza mit dem Thema „Nörgeln verboten“.

Das Leben ist die größte Chance und die größte Gefahr.

Monika Bylitza

Die Motivations-Trainerin begann ihren Vortrag mit der Geschichte vom Huhn Clara, das verhungert, weil es das Futter auf der anderen Seite des Zauns nicht erreichen kann. Allerdings bemerkte es nicht, dass der Zaun nach zehn Metern endet. So erginge es auch vielen Menschen im Alltag, erklärte die Referentin. Ihr Rat: „Sich von den Dingen lösen, um Lösungen zu finden.“ Gemäß dem Thema ihres Vortrags, helfe nörgeln eben nicht. „Menschen machen Fehler und haben Konflikte.“ Das Leben sei wie der Wind bei einer Schifffahrt, erklärte die begeisterte Seglerin. „Das Leben ist die größte Chance und die größte Gefahr.“ Daher erfordere es einen aufmerksamen Umgang.

Allerdings forderte Bylitza von den Zuhörerinnen, nicht nur Bücher zu lesen oder Vorträge zu hören, sondern sich zu fragen: „Was mache ich daraus?“ Beispielsweise helfe es, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, worüber man dankbar sein könne. Ein weiterer Rat: „Haben Sie mal den Mut, etwas Neues zu machen.“ Dabei es sei es völlig normal, Fehler zu machen. Bei Perserteppichen würden sogar absichtlich einige Fehler eingewebt, da es für den Beobachter angenehmer sei. Vollkommene Unvollkommenheit lautete das Stichwort, denn die Idee des perfekten Lebens führe zum Nörgeln. Des Weiteren sei es wichtig seine eigenen Grenzen zu kennen. Früher lautete das Wort dafür „Umfriedung“ und genau darum ginge es, so Bylitza. In seinen eigenen Grenzen finde man Frieden. „Ich telefoniere privat nicht“, erzählte sie aus ihrem eigenen Alltag. Lieber besuche sie Freundinnen, als nach einem langen Arbeitstag noch zu telefonieren. Als abschließenden Denkanstoß gab Bylitza den Frauen die Frage mit auf den Weg: „Wie gehen Sie mit Ihren Fehlern um?“

Zum Thema

Das nächste Frauenfrühstück findet am 23. Februar statt. Den Vortrag hält dann Ingrid Spieß-Banse.

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