Letzte Termine für die Abgabe von Äpfeln
Rekordernte auf der Zielgeraden

Lüdinghausen -

So mancher Apfelbaum scheint in diesen Wochen unter der Last seiner vielen Früchte fast zu ächzen. Gartenbesitzer und Obstbauern freuen sich über eine Rekordernte. Die Früchte zeichnet in diesem Jahr zudem eine geschmackliche Besonderheit aus.

Freitag, 12.10.2018, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 12:00 Uhr
Fachfrau in Sachen Apfelernte: Dr. Irmtraud Papke, Leiterin des Biologischen Zentrums in Lüdinghausen.
Fachfrau in Sachen Apfelernte: Dr. Irmtraud Papke, Leiterin des Biologischen Zentrums in Lüdinghausen. Foto: Heidrun Riese

Adam und Eva brachte er den Rauswurf aus dem Paradies, Schneewittchen einen ungewollt langen Schlaf – und doch erfreut sich der Apfel bei uns eines exzellenten Rufs. Er schmeckt nicht nur gut und lässt sich in schier unendlich vielen Variationen zu leckeren Gerichten verarbeiten, er gilt auch als sehr gesund. Ganz nach dem englischen Motto „One apple a day keeps the doctor away“. Und von diesem natürlichen Gesundheitsbringer gibt es in diesem Jahr besonders reichlich.

„Das hat allerdings weniger mit dem heißen Sommer, als vielmehr mit dem milden Frühjahr zu tun“, erklärt Dr. Irmtraud Papke vom Biologischen Zentrum im Gespräch mit den WN. Durch die Wärme im Frühjahr sei der Fruchtansatz der Pflanzen gut ausgebildet gewesen. Zudem habe es auch keinen späten Frost gegeben, der noch hätte Schaden anrichten können. Die Hitze im Sommer sei dagegen eher eine Gefahr für die Pflanzen gewesen, „aber bis auf den ein oder anderen leichten Sonnenbrand ist zum Glück nicht viel passiert“, so Papke.

Sie haben für ein besonders süßes Aroma der Äpfel gesorgt. Durch die verstärkte Photosynthese haben die Bäume mehr Stärke in den Früchten abgelagert, die dort wiederum in Zucker umgewandelt wird.

Irmtraud Papke

Wobei, die vielen Sonnenstunden bis in den Spätsommer hinein hatten auch ihr Gutes. „Sie haben für ein besonders süßes Aroma der Äpfel gesorgt. Durch die verstärkte Photosynthese haben die Bäume mehr Stärke in den Früchten abgelagert, die dort wiederum in Zucker umgewandelt wird“, erklärt die Fachfrau den biologischen Hintergrund für die besonders süße Ernte.

Eine weitere Folge des warmen Sommers: Der Startschuss zur Apfelernte fiel in diesem Jahr deutlich früher. „Wir hatten bereits Anfang August die ersten Anrufe von Kunden, die ihre Äpfel vorbeibringen wollten, weil die schon in Mengen von den Bäumen purzelten“, erinnert sich Frank Elbers vom Raiffeisenmarkt in Olfen. Dort können Apfelbaumbesitzer ihre überschüssige Ernte abgeben. Im Gegenzug gibt es entweder Bargeld oder fertige Obstsäfte. „Von uns gehen die Äpfel dann zur Kelterei Van Nahmen in Hamminkeln, die die Früchte für die Saftherstellung nutzt“, so Elbers. Dass die Früchte in diesem Jahr nicht nur besonders süß, sondern auch in besonders großen Mengen anfielen, kann Elbers nur bestätigen. „Hier in Olfen waren es doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.“

Wir hatten bereits Anfang August die ersten Anrufe von Kunden, die ihre Äpfel vorbeibringen wollten.

Frank Elbers

Doch jetzt geht die Rekordsaison zu Ende. Die Termine der mobilen Saftpresse in Lüdinghausen sind gelaufen und auch die Annahme in Olfen befindet sich laut Elbers an diesem Wochenende auf der Zielgereden. „An diesem Freitag und Samstag können Kunden zum letzten Mal ihre Äpfel bei uns abgeben.“ Für alle, die ihre restliche Ernte nicht so kurzfristig einsammeln können, gibt es noch eine weitere Möglichkeit: In Herbern nimmt die Mosterei Schenk noch bis zum 22. Oktober Äpfel an. Der daraus gepresste Saft kann dann an einem gesondert vereinbarten Termin wieder abgeholt werden.

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Die letzte Apfelannahme am Raiffeisenmarkt in Olfen (Robert-Bosch-Straße 1) ist am Freitag (12. Oktober) von 14 bis 17 Uhr und am Samstag (13. Oktober) von 9 bis 13 Uhr. Die Mosterei Schenk in Herbern (Merschstraße 45) nimmt Äpfel während der normalem Öffnungszeiten entgegen: Montag bis Samstag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

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