Snackartikelhersteller PE.WE. baut neues Verwaltungsgebäude
Ein Platzproblem löst sich gerade

Lüdinghausen -

Die Firma PE.WE. braucht mehr Platz. Den schafft der Snackartikelhersteller derzeit an seinem Standort an der Heinrich-Hertz-Straße: Dort entsteht aus 33 Modulen ein neues Verwaltungsgebäude. 2,5 Millionen Euro investiert das Familienunternehmen. Nach und nach soll auch für die Produktion mehr Platz geschaffen werden.

Samstag, 13.10.2018, 15:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 15:00 Uhr
Voll im Zeitplan: Aus 33 Modulen entsteht derzeit das neue Verwaltungsgebäude der Firma PE.WE. an der Heinrich-Hertz-Straße. Die Geschäftsführer Annekatrin Wünsche und Henric Birrong rechnen damit, dass die Büros im Januar bezogen werden können.
Voll im Zeitplan: Aus 33 Modulen entsteht derzeit das neue Verwaltungsgebäude der Firma PE.WE. an der Heinrich-Hertz-Straße. Die Geschäftsführer Annekatrin Wünsche und Henric Birrong rechnen damit, dass die Büros im Januar bezogen werden können. Foto: Anne Eckrodt

Der Termin steht: „Am 13. Dezember erfolgt die Abnahme.“ Henric Birrong sagt das in einem Tonfall, der deutlich macht, dass er keinen Zweifel an der Einhaltung des Zeitplans hegt. Schließlich läuft es auf der Großbaustelle der Firma PE.WE. an der Heinrich-Hertz-Straße bisher reibungslos – „minutiös“, so der Geschäftsführer. Mitte Juli ging es los mit den Vorbereitungen, die Bodenplatte wurde gegossen. Nun sind die Mitarbeiter der Firma Alho, die ihren Sitz im Siegerland hat, dabei, aus 33 Modulen den neuen dreigeschossigen Verwaltungstrakt des Lüdinghauser Familienunternehmens zu errichten. Zwei Stockwerke stehen bereits.

Damit nimmt die jahrelange Erweiterungsplanung von PE.WE. Gestalt an – „endlich“, wie Annekatrin Wünsche, die zusammen mit ihrem Vater Peter Wünsche und Henric Birrong das Geschäftsführungstrio des Unternehmens bildet, mit einem Seufzer betont. 200 000 bis 300 000 Sandwiches, Wraps, Baguettes, Hot Dogs, Burger und andere Snackartikel werden in dem Drei-Schicht-Betrieb täglich produziert.

Wir haben unseren Umsatz in den vergangenen vier Jahren um 83 Prozent gesteigert.

Henric Birrong

„Dafür brauchen wir Platz, auch aufgrund der neuen Maschinentechnologie“, verdeutlicht Annekatrin Wünsche. 2011 bezog PE.WE. den neuen Firmensitz an der Heinrich-Hertz-Straße, nur Verwaltung und Lager blieben im alten Gebäude an der Carl-Sonnenschein-Straße.

Auch wenn das Unternehmen in einem sehr preisaggressiven Segment unterwegs ist, wie Wünsche den Markt beschreibt, laufen die Geschäfte gut. Henric Birrong: „Wir haben unseren Umsatz in den vergangenen vier Jahren um 83 Prozent gesteigert.“

Eine Konsequenz daraus: Es musste mehr Platz her. Seit 2015 laufen die Erweiterungspläne. 2016 hat PE.WE. auch am alten Standort die Produktion wieder aufgenommen. Auch wenn nur ein Kilometer zwischen den beiden Firmensitzen liegt, „sind zwei Standorte nie so produktiv wie einer“, weiß Wünsche. Dabei, so räumt sie, sei auch schon mal über andere Lösungen diskutiert worden. Aber: „Wir sind schon sehr verwurzelt in Lüdinghausen. Hier haben wir viele gute Mitarbeiter aus der Region, die wir nicht verlieren wollen. Zumal es extrem schwierig ist, Fachkräfte – vor allem im technischen Bereich – zu finden.“

Annekatrin Wünsche und Henric Birrong

Annekatrin Wünsche und Henric Birrong Foto: Anne Eckrodt

Außerdem liegt Lüdinghausen im Hinblick auf die Nähe zu den Großkunden im Ruhrgebiet und Rheinland sowie in Hamburg und Frankfurt ideal. „Die Infrastruktur in Deutschland ist einfach hervorragend, somit kam für uns eine Produktionsverlagerung ins Ausland nicht in Frage“, sagt die Geschäftsführerin.

Vielmehr investiert PE.WE. nun 2,5 Millionen Euro in den neuen Verwaltungstrakt samt Innovationszentrum für die Produktentwicklung. Im Januar soll der Neubau bezogen werden. An der Carl-Sonnenschein-Straße wird auch danach noch produziert – zumindest vorerst. Denn es gibt da eine Vision namens „PE.WE. 2030“. Birrong erklärt, was sich dahinter verbirgt: „Das Gelände rund um den Firmensitz hier an der Heinrich-Hertz-Straße gehört uns zum Teil, auf die anderen Flächen haben wir Optionen. Somit könnten wir in mehreren Schritten rund 40 000 Quadratmeter in Richtung Kanal erschließen.“ Nicht von heute auf morgen, sondern nach und nach. „Da agieren wir eher konservativ. Uns ist ein hoher Eigenkapitalanteil wichtig, denn wir wollen uns nicht in die Abhängigkeit von Banken begeben“, unterstreicht der Geschäftsführer. Er hat schon mal kalkuliert: Alleine der nächste anvisierte Schritt zur Produktionserweiterung an der Heinrich-Hertz-Straße würde eine Investition von weiteren acht Millionen Euro bedeuten.

Das Unternehmen PE.WE.

Das 1975 gegründete Familienunternehmen PE.WE. beschäftigt inzwischen rund 470 Mitarbeiter. Anfangs belieferte die Firma per Frischdienst Gaststätten – vor allem die klassische Kneipe ohne eigene Küchenkonzession – mit HotDogs, Baguettes oder Burgern, die im Ofen aufgebacken wurden. Heute produziert PE.WE. an den beiden Standorten Heinrich-Hertz-Straße und Carl-Sonnenschein-Straße Sandwiches, Wraps, Baguettes, Panini, Hot Dogs und Burger. Zu den Kunden gehören der Lebensmitteleinzelhandel ebenso wie der Großhandel und die Systemgastronomie.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6118267?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Ein eigener Pflegedienst für Lotta?
Sonja Geier mit Tochter Lotta. Die Dreieinhalbjährige hat die Krankheit PCH 2, die auf einem Gendefekt beruht. Unter anderem kann bei dem Kind jederzeit die Atmung aussetzen. Deshalb braucht Lotta rund um die Uhr medizinische Betreuung.
Nachrichten-Ticker