Vier Gotteshäuser beteiligen sich an ökumenischer Veranstaltung
Wenn die Kirchen leuchten

Lüdinghausen -

Das Innere von Gotteshäusern einmal in einem anderen Licht erleben – diese Möglichkeit bot die ökumenische Kirchennacht am Wochenende. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, entlang eines von Kerzen gesäumten Weges alle vier beteiligten Gotteshäuser zu besuchen.

Montag, 29.10.2018, 15:52 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 29.10.2018, 08:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 29.10.2018, 15:52 Uhr
In buntes Licht waren die Kapelle des Antoniusklosters und die Pfarrkirche St. Felizitas am Samstag getaucht. Auch die evangelische und die neuapostolische Kirche beteiligten sich an der ökumenischen Kirchennacht.
In buntes Licht waren die Kapelle des Antoniusklosters und die Pfarrkirche St. Felizitas am Samstag getaucht. Auch die evangelische und die neuapostolische Kirche beteiligten sich an der ökumenischen Kirchennacht. Foto: jz

Wer am Samstagabend die St.-Felizitas-Kirche oder die Kapelle des Antoniusklosters betrat, konnte sein blaues und rotes Wunder erleben – genau in diesen Farben erstrahlten die Gotteshäuser nämlich anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden ökumenischen Kirchennacht. Die Organisatoren vom Literaturkreis des KAKTuS Kulturforums und des ökumenischen Arbeitskreises sorgten für eine bunte Illumination im Innern beider Gebäude. Auch die evangelische Kirche sowie die neuapostolische Kirche öffneten ihre Pforten für Interessierte. Die in der Stadt am Wegesrand platzierten Kerzen wiesen den vielen Besuchern den Weg von einer Kirche zur nächsten.

Der KAKTuS-Literaturkreis eröffnete den Abend mit einer Lesung im Antoniuskloster unter dem Motto „Und Gottes Geist schwebte über Wasser – Suche Frieden”, wobei Gedichte vorgetragen und Lieder gemeinsam gesungen wurden. Im Anschluss daran gab es auch in den anderen Gotteshäusern Programm. So sorgten das Streichquartett des Musikschulkreises Lüdinghausen unter der Leitung von Dorothee Lindemann, das Flöten- und Gitarrenduo Hans Wolfgang Schneider und Gerd Löbel, ein Geigenduo und Milea Henning mit Percussion-Darbietungen für eine sinnliche und spirituelle Atmosphäre. Außerdem waren die Besucher zum Basteln von Friedenstauben in der St.- Felizitas-Kirche eingeladen. Und bei zahlreichen Phasen der Stille und Meditation war Gelegenheit gegeben, dem Alltag zu entfliehen und dem inneren Frieden näherzukommen.

Wir möchten durch Angebote wie das offene Singen bewusst Neues bieten.

Gabriele Christensen

Gabriele Christensen freute sich schon seit Langem auf die Kirchennacht. „Für mich ist es das Schönste, während des Glockenläutens aller Kirchen auf den ausgeleuchteten Wegen entlangzuspazieren”, so die Prädikantin der evangelischen Kirchengemeinde. „Wir möchten durch Angebote wie das offene Singen bewusst Neues bieten und den Besuchern andere Facetten der Kirchengemeinschaft aufzeigen”, fügte sie hinzu. Einige Teilnehmer äußerten sich besonders positiv darüber, auch die neuapostolische Kirche, die zum ersten Mal dabei war, sowie die Kapelle des Antoniusklosters entdecken zu können und lobten das Zusammenspiel von Ruhe, Spiritualität und Gemeinschaft. Am späten Abend endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abschluss aller Konfessionen und dem Abendsegen in St. Felizitas.

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