IHK und LH-Marketing stellen Ergebnisse des City-Monitors vor
Ohne Internet-Präsenz keine Zukunft

Lüdinghausen -

Mit einer Homepage alleine ist es nicht getan. Der stationäre Handel muss auch in den sozialen Medien vertreten sein, wenn er sich behaupten möchte. Wie gut diese Möglichkeiten genutzt werden, dazu hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen jetzt in Lüdinghausen eine Erhebung gemacht. Die Ergebnisse des City-Monitorings wurden jetzt zusammen mit LH-Marketing vorgestellt.

Mittwoch, 31.10.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 07:00 Uhr
Präsentierten im „Lüdinghaus“ die Ergebnisse des City-Monitors (v.l.): IHK-Referent Christian Korte, LH-Marketing-Geschäftsführer Lars Werkmeister und Studentin Laura Bednarowicz.
Präsentierten im „Lüdinghaus“ die Ergebnisse des City-Monitors (v.l.): IHK-Referent Christian Korte, LH-Marketing-Geschäftsführer Lars Werkmeister und Studentin Laura Bednarowicz. Foto: Anne Eckrodt

Ohne Internet geht auch für den stationären Handel vor Ort nichts mehr. Grund genug, für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, zu schauen, wie es darum in Lüdinghausen bestellt ist. Das hat sie für die Steverstadt in Form eines Pilotprojekts namens City-Monitor gemacht. Dazu wurden die Online-Aktivitäten von 160 Unternehmen aus der Innenstadt analysiert. Das Ergebnis der Recherche sowohl vor Ort als auch im Netz: 76 Prozent dieser Gewerbetreibenden sind mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. „Damit liegt Lüdinghausen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von knapp 60 Prozent“, machte IHK-Referent Christian Korte deutlich. Zusammen mit der Studentin Laura Bednarowicz, die maßgeblich an der Studie beteiligt war und ihre Bachelorarbeit darüber geschrieben hat, sowie Lars Werkmeister , Geschäftsführer von Lüdinghausen Marketing, stellte er am Dienstag die Ergebnisse vor.

Falsche Nummer ist „No-Go“

Mit einer bloßen Webseite ist es jedoch längst nicht getan, das hat der City-Monitor auch ergeben. Um auf Dauer am Markt bestehen zu können, müssen sämtliche Auftritte – auch in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram – gepflegt werden. Falsche Telefonnummern oder Öffnungszeiten seien ein „No-Go“, nannte Bednarowicz ein Beispiel. „Außerdem ist nicht jedem bewusst, dass Internetnutzer Bewertungen über Geschäfte abgeben können. Wenn ich das als Händler nicht mitbekomme, könnte das zu einem Problem führen.“ Und Korte ergänzte: „Viele Gewerbetreibende haben das Potenzial, dass das Internet bietet, noch nicht erkannt. Da ergeben sich in Zeiten des immensen Wettbewerbsdrucks auch viele Chancen.“ Dafür sei jedoch, wie Werkmeister betonte, eine Strategie erforderlich. „Das heißt nicht, dass jeder einen Online-Shop betreiben muss. Allerdings sollte sich jeder Gedanken darüber machen, wie er das Internet und seine vielen Facetten nutzen will. Denn mittlerweile wird jeder zehnte Euro im Netz ausgegeben.“

Nachholbedarf

Die Analyse zeigt auch, wo es noch Nachholbedarf gibt. So sind die Lüdinghauser Unternehmen bei Facebook und Instagram noch deutlich unterrepräsentiert: 38 Prozent der Einzelhändler nutzen Facebook für die Kundenkommunikation, bundesweit liegt die Quote hier jedoch schon bei 68 Prozent. Allerdings, so differenzierte Korte, gebe es Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen: „Während die Gastronomie bereits relativ gut aufgestellt ist, haben Handwerk und Dienstleistungssektor noch Nachholbedarf.“

Für Werkmeister ist eine gelungene Präsenz der Einzelhändler im Netz auch ein wesentlicher Faktor für eine auch auf lange Sicht attraktive Innenstadt. „Denn der Kunde macht sich häufig vorab im Internet ein Bild vom Angebot und geht dann in die Innenstadt.“

Zum Thema

Der City-Monitor Lüdinghausen steht auf der Internetseite der IHK zum Download bereit.    | www.ihk-nw.de/Region/Nord-  Westfalen/city-monitor/4236652

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