Lüdinghausen setzt ein Zeichen
Ein Engel aus Stahl, Sand und Feuer

Lüdinghausen -

Als großes Stahlrad durch die Innenstadt gerollt, als vergänglicher Sandabdruck vor der St.-Felizitas-Kirche und schließlich als unvergängliche Intarsie im Straßenpflaster vor der Familienbildungsstätte – mit der Beteiligung am Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ hat die Steverstadt ein sichtbares Zeichen für Toleranz gesetzt.

Freitag, 09.11.2018, 08:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 08:00 Uhr
Mit einem beeindruckendem Marsch zeigten die mehr als hundert Teilnehmer der Kunstaktion „Engel der Kulturen“ ein deutliches Zeichen gegen Fremdenhass und für Toleranz.
Mit einem beeindruckendem Marsch zeigten die mehr als hundert Teilnehmer der Kunstaktion „Engel der Kulturen“ ein deutliches Zeichen gegen Fremdenhass und für Toleranz. Foto: ben

Als großes Stahlrad wurde er durch die Innenstadt gerollt, als vergänglicher Sandabdruck lag er vor dem Portal der St.-Felizitas-Kirche und seinen endgültigen Platz fand er schließlich als unvergängliche Intarsie im Straßenpflaster vor der Familienbildungsstätte – der „Engel der Kulturen“ des Künstlerpaars Gregor Merten und Carmen Dietrich. Seit zehn Jahren sind die beiden mit ihrem Friedensprojekt in ganz Deutschland unterwegs und am Donnerstag machten sie auf Einladung der Familienbildungsstätte Station in der Steverstadt (die WN berichteten).

Es ist egal an welchen Gott wir glauben.

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr

Die Liste der vor Ort an der Kunstaktion Beteiligten war lang: die Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden, die beiden Kirchengemeinden, der SkF, die Gymnasien St. Antonius und Canisianum, die Kindergärten St. Elisabeth, St. Dionysius und Tüllinghoff, das Biologische Zentrum und viele mehr. Und auch die Politik war gekommen. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hielt als Schirmherr ebenso ein Grußwort wie der SPD-Landtagsabgeordnete für den Kreis Coesfeld, André Stinka. „Es ist egal an welchen Gott wir glauben“, betonte Schulze Pellengahr mit Bezug auf die Symbole der drei Weltreligionen im „Engel der Kulturen“. Stinka mahnte, gerade in der aktuellen politischen Lage sei es notwendiger denn je, den rechten Hetzparolen die Botschaft von Toleranz entgegenzusetzen.

Es ist egal, ob jemand Christ, Jude oder Moslem ist. Zuallererst ist er ein Mensch.

Pfarrerin Silke Niemeyer

Vor der St.-Felizitas-Kirche wandten sich Pfarrer Benedikt Elshoff und Pfarrerin Silke Niemeyer an die Anwesenden. Elshoff dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement, um in der Steverstadt ein eindrückliches Zeichen des Zusammenhalts zu setzen, während Niemeyer mit einem Zitat des verstorbenen jüdischen Lyrikers Erich Fried darum warb, im Gegenüber nicht zuerst das Andere, Fremde zu suchen, sondern vielmehr das Gemeinsame, Verbindende. „Es ist egal, ob jemand Christ, Jude oder Moslem ist. Zuallererst ist er ein Mensch. Und er trägt die gleichen Ängste und die gleiche Liebe ins sich, wie wir alle.“

Kunstaktion „Engel der Kulturen“

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  • Die Steverstadt setzt mit einer Kunstaktion ein Zeichen für Toleranz und Solidarität.

    Foto: ben
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Weitere Stationen auf dem Weg durch die Stadt waren das Hakehaus, der SkF, der jüdische Friedhof, die Stadtverwaltung und schließlich die FBS. Dort wurde nicht nur die Intarsie im Straßenpflaster eingelassen, sondern auch von Schülern – unter Anleitung des Künstlers – das Stahlelement für die nächste Station des Kunstprojektes in Hörstel ausgebrannt.

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