Unternehmerfrühstück mit Tipps gegen Cyber-Kriminalität
Ein Restrisiko bleibt

Lüdinghausen -

Der Schaden ist immens, die Gefahr allgegenwärtig. Wie sich Unternehmen dennoch vor Hackerangriffen schützen können, erläuterte Nikolaus Stapels, Fachberater für Cyber-Security, beim Unternehmerfrühstück in der Hauptstelle der Sparkasse Westmünsterland.

Samstag, 10.11.2018, 05:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 10.11.2018, 05:00 Uhr
Nikolaus Stapels erläuterte den Teilnehmern des Unternehmerfrühstücks die Gefahren von Hackerangriffen.
Nikolaus Stapels erläuterte den Teilnehmern des Unternehmerfrühstücks die Gefahren von Hackerangriffen. Foto: Anne Eckrodt

Norbert Hypki ließ erst gar keine Illusionen aufkommen. „Die Frage ist nicht, ob Ihr Unternehmen gehackt wird, sondern, wie lange es dauert, bis das passiert“, so das Vorstandsmitglied der Sparkasse Westmünsterland zum Auftakt des Lüdinghauser Unternehmerfrühstücks am Freitag. Zur neunten Auflage dieser Veranstaltung von Stadt, Lüdinghausen Marketing, Volksbank und Sparkasse hatten die Organisatoren Nikolaus Stapels eingeladen. Der Fachberater für Cyber-Security, zertifizierte IT-Riskmanager und IT-Sicherheitsbeauftragte, knüpfte in der Hauptstelle der Sparkasse nahtlos an Hypkis Worte an: „Was gestern der Einbruch war, ist heute der Datendiebstahl.“ Zahlen hatte er dazu auch parat: So sei im vergangenen Jahr durch Hackerangriffe ein Schaden von 50 bis 55 Milliarden Euro entstanden. 33 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben laut einer Umfrage angegeben, bereits Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. „Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings wesentlich größer sein“, betonte Stapels.

 

Was gestern der Einbruch war, ist heute der Datendiebstahl.

Nikolaus Stapels

Äußerst unterhaltsam, in der Sache allerdings knallhart, führte er seinen Zuhörern vor Augen, wo die Risiken in den Unternehmen liegen und wie zwingend erforderlich der Schutz vor Geheimnisverrat, Datenverlust, IT-Ausfall, Missbrauch, Manipulation oder gar Erpressung ist. Ein dringender Appell des Fachmanns: „Binden Sie Ihre Mitarbeiter in das Thema ein und sensibilisieren Sie sie für die Gefahren im Netz. Denn die Mitarbeiter sind in diesem Punkt die größte Gefahr für einen Betrieb.“

Sie müssen nur darauf achten, dass Ihnen das Restrisiko nicht den Rest gibt.

Nikolaus Stapels

Gleichzeitig machte er deutlich, dass es im Hinblick auf Hackerangriffe keine absolute Sicherheit gebe. Selbst die beste Antivirensoftware biete keinen hundertprozentigen Schutz. „Sie müssen nur darauf achten, dass Ihnen das Restrisiko nicht den Rest gibt“, gab Stapels den Teilnehmern mit auf den Weg zum Frühstücksbuffet.

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