Volkstrauertag in Lüdinghausen und Seppenrade
„Vergangenheit ist nicht vergänglich“

Lüdinghausen -

Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren standen die Gedenkfeiern am Volkstrauertag in Lüdinghausen und Seppenrade, an denen sich viele Vereine beteiligten, in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen.

Montag, 19.11.2018, 15:06 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 19.11.2018, 12:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 15:06 Uhr
Pfarrer Benedikt Elshoff forderte in seiner Gedenkansprache dazu auf, das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege wachzuhalten.
Pfarrer Benedikt Elshoff forderte in seiner Gedenkansprache dazu auf, das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege wachzuhalten. Foto: ll

Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren stand der Volkstrauertag in Lüdinghausen und Seppenrade, an dem sich viele Vereine beteiligten, in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen. Am St.-Antonius-Gymnasium, das sich wieder an der Gedenkfeier in Lüdinghausen beteiligte, hatte ein Geschichtszusatzkurs unter Leitung von Theresa Raesfeld einen „Denk-Mal-Baum“ erstellt, an dem Papierblätter mit Gedenksprüchen angebracht wurden. Die stellvertretende Bürgermeisterin, Josephine Kleyboldt, mahnte das Gedenken nicht nur an die Millionen Kriegstoten der beiden Weltkriege, sondern auch an die Bedingungen, die dazu geführt hätten. Kaplan Raja Babu betete sowohl für „alle die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen“, als auch für „alle, die meinen mit Gewalt ihre Ziele erreichen zu können“. Zum ersten Mal stiftete die 2. Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 der Westfalen Kaserne in Ahlen einen Kranz, für welche die Stadt Lüdinghausen die Patenschaft übernommen hatte.

In Seppenrade machte der Vorsitzende des Heimatvereins, Friedhelm Landfester, darauf aufmerksam, dass insgesamt 17 Millionen Menschen in dem Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen, darunter auch 130 Seppenrader. Er forderte das Gedenken daran wach zu halten, denn: „Vergangenheit ist nicht vergänglich.“ Pfarrer Benedikt Elshoff von der katholischen Gemeinde berichtete von seinen Besuchen auf Soldatenfriedhöfen der beiden Weltkriege, die er als „Mahnmal gegen das Vergessen“ bezeichnete. „Das war eine Geschichtsstunde, die mir besonders lebendig und wichtig ist“, fasste Elshoff seine Erfahrungen zusammen. Noch heute sei die Kriegsrhetorik mancher Politiker ein Zeichen von gefährlicher Ignoranz. Stattdessen müssten die Menschen Weitsicht üben, wie Jesus, dessen frohe Botschaft auf die ganze Geschichte und die ganze Welt bezogen war. Denn: „Frieden ist nur in den Herzen der Menschen möglich.“

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