Übung des DRK und des Löschzugs im Autohaus
Laut und nah an der Realität

Lüdinghausen -

Zu einer Übung rückte der Löschzug Lüdinghausen gemeinsam mit Rettungskräften des DRK aus. Folgende Situation erwartete die Helfer: Durch eine Explosion in einem Autohaus war ein Fahrzeug von der Hebebühne auf den dort arbeitenden Mitarbeiter gestürzt. Pyrotechnik und realistisch geschminkte Darsteller kamen zum Einsatz.

Mittwoch, 21.11.2018, 18:00 Uhr
In einer Werkstatt soll ein Auto explodiert sein – dieses Szenario bot sich den Rettungskräften und der Feuerwehr bei einer Übung im Autohaus Kaiser. Dabei kamen Pyrotechnik und Nebelmaschinen zum Einsatz, die Darsteller wurden realistisch geschminkt.
In einer Werkstatt soll ein Auto explodiert sein – dieses Szenario bot sich den Rettungskräften und der Feuerwehr bei einer Übung im Autohaus Kaiser. Dabei kamen Pyrotechnik und Nebelmaschinen zum Einsatz, die Darsteller wurden realistisch geschminkt. Foto: Andre Braune

Zwei laute Knallgeräusche sorgten am Dienstagabend gegen 19 Uhr für allerhand Gesprächsstoff und wilde Diskussionen und Spekulationen insbesondere in den sozialen Netzwerken. Brannte es beim Autohaus Kaiser oder handelte es sich um eine Übung? Die Auflösung: Es handelte sich um eine Alarmübung des Löschzugs Lüdinghausen, die gemeinsam mit ehrenamtlichen Kräften des DRK-Ortsvereins Lüdinghausen sowie hauptamtlichen Kräften des Rettungsdienstes des Kreises Coesfeld durchgeführt wurde.

Damit die Übung möglichst realistisch durchgeführt werden konnte ,wurde diese nicht im Vorfeld angekündigt. Lediglich ein kleines Organisationsteam war eingeweiht. Zudem kamen Pyrotechnik und Nebelmaschinen zum Einsatz und Mimen wurden realitätsnah verletzt geschminkt.

Explosion im Autohaus

Das Szenario: Aufgrund des hohen Aufkommens an Winterreifenwechsel ist in der Werkstatt des Autohauses Kaiser auch spät noch reger Betrieb. Um kurz nach 19 Uhr kommt es an einem Fahrzeug, das auf einer Hebebühne steht zu einer Explosion. Durch die Explosion fällt das Fahrzeug von der Hebebühne auf den dort arbeitenden Mitarbeiter. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und der hohen Rauchentwicklung im Gebäude ist die gesamte Werkstatt verraucht und vom Feuer bedroht. Insgesamt befinden sich zum Zeitpunkt des Unglückes sechs Mitarbeiter des Autohauses in der Werkstatt. Zwei von ihnen konnten sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten und erwarten die Einsatzkräfte. Die anderen vier sind im Gebäude vermisst.

Fast 50 Helfer und Wehrleute im Einsatz

Der Löschzug Lüdinghausen rückte mit 32 Kräften an. Vom DRK-Rettungsdienst beteiligten sich 17 Helfer – ehrenamtliche Helfer des DRK-Ortsvereins Lüdinghausen und Seppenrade sowie kreisweit Kräfte des Regelrettungsdienstes – an der gemeinsamen Übung. Lüdinghausens Wehrführer Günter Weide und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Coesfeld Michael Hofmann zeigten sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Weide sprach von einer Übung, die „ruhig abgearbeitet wurde. Die Zusammenarbeit zwischen Wehr und Rettungskräften hat sich wieder einmal bewährt.“ Hofmann betonte, dass man gerade bei den vielen Realeinsätzen sehe, wie wichtig gemeinsame Übungen seien.

Die beiden lauten Explosionen habe man im Vorfeld einkalkuliert. Die Darstellung sollte möglichst realistisch sein, erklärte Weide: „Sonst müssten wir so etwas nicht machen." Schließlich diene eine derartige Übung mit Bedingungen nahe am Ernstfall ja auch dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung.

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