Problemzone: Tankstellenzufahrt an der Selmer Straße
Kein zusätzlicher Radweg

Lüdinghausen -

Eine knifflige Angelegenheit ist die Anbindung der Tankstelle an der Selmer Straße, die dort im nächsten Jahr gebaut werden soll. Die Planer müssen sich nicht nur mit einer verlängerten Linksabbiegespur befassen, sondern auch mit der Situation der Radfahrer. Am 11. Dezember ist das Ganze Thema im Bauausschuss.

Mittwoch, 05.12.2018, 08:00 Uhr
Mit der Verkehrssituation bei der Anbindung der neuen Tankstelle an der Selmer Straße befasst sich am 11. Dezember der Bauausschuss.
Mit der Verkehrssituation bei der Anbindung der neuen Tankstelle an der Selmer Straße befasst sich am 11. Dezember der Bauausschuss. Foto: Anne Eckrodt

Die Anbindung der neuen Tankstelle, die im kommenden Jahr an der Selmer Straße errichtet werden soll, ist für die Planer eine durchaus knifflige Angelegenheit. Erneut wird sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag (11. Dezember) mit der Pro­blematik beschäftigen. Dafür hat die Verwaltung das Ingenieurbüro Gnegel eingeschaltet. Dabei geht es nicht nur um die Anlage einer verlängerten Linksabbiegespur, die Autofahrer aus Richtung Kreisverkehr auf das Tankstellenareal leiten soll, sondern auch um die Situation der Radfahrer in diesem Bereich.

Die Kosten für die ausgeweitete Abbiegespur würden mit 71 500 Euro zu Buche schlagen, heißt es in der Vorlage. Diese Kosten hätte die Stadt selbst zu tragen. Geprüft hat das Fachbüro zudem die Anlegung eines zweiten Radweges an der Westseite der Selmer Straße (L 810) vom Kreisverkehr in Richtung Wohngebiet Paterkamp bis in Höhe Bushaltestelle „Stadtstannenweg“.

Teilweiser Abriss einer Brücke

Das sei ohne größeren Aufwand allerdings nicht zu bewerkstelligen. So müssten zum einen zunächst die in dem Bereich befindliche Brücke über den Westruper Bach teils abgebrochen werden und der vorhandene Straßengraben in ein Rohr verlegt werden. Der Radweg würde aufgrund dieser aufwendigen Arbeiten rund 160 000 Euro kosten.

Dabei, so die Verwaltung, sei noch nicht berücksichtigt, dass für die weitere Wegeführung Grunderwerb nötig wäre. So müssten vom Gelände des TÜV 14 und von der DRK-Rettungswache 113 Quadratmeter abgeknapst werden. Diese Flächen sind im Eigentum des Kreises Coesfeld, von dem es bislang noch keine Rückmeldung gebe. Schwierig ist vor allem die Situation auf dem ohnehin begrenzten Areal der Rettungswache. Befinden sich auf der für den Radweg benötigten Fläche doch zurzeit die Stellplätze für die privaten Pkw der Rettungskräfte. Insgesamt rät die Verwaltung wegen des hohen finanziellen und baulichen Aufwands davon ab, den Plan eines zusätzlichen Radwegs weiter zu verfolgen.

Keine zusätzliche Querungshilfe

Eine zusätzliche Querungshilfe auf Höhe des Stadtstannenwegs sei wegen der verlängerten Linksabbiegespur zur Tankstelle und des gegenüberliegenden Bushaltepunkts ebenfalls nicht möglich.

Um die Situation zu entzerren und die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, sollen andere Maßnahmen ergriffen werden. So wird empfohlen, an der Tankstellenausfahrt ein Stop-Schild anzubringen. Ferner wird die Radfahrerfurt in dem Bereich in Rot markiert, und weiße Piktogramme mit dem Hinweis „Radfahrer kreuzen von rechts und links“ werden aufgebracht.

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