Wannigmann: Rücktritt vom UWG-Vorsitz
Das Handtuch geworfen

Lüdinghausen -

Der UWG-Vorsitzende Josef Wannigmann ist zurückgetreten. Angesichts der Querelen zwischen Ratsfraktion und Teilen des Vorstands erklärte er: „Das tue ich mir nicht mehr an.“

Samstag, 08.12.2018, 07:00 Uhr
Josef Wannigmann war in den vergangenen drei Jahren UWG-Vorsitzender.
Josef Wannigmann war in den vergangenen drei Jahren UWG-Vorsitzender. Foto: Peter Werth

„Das tue ich mir nicht mehr an“, erklärte Josef Wannigmann seinen Entschluss, den er schon vor einer Woche der Partei mitgeteilt hat. Er ist vom Vorsitz der UWG in Lüdinghausen zurückgetreten. Die Querelen zwischen Ratsfraktion und anderen Vorstandsmitgliedern um das Zurückhalten von Fraktionsgeldern ( WN berichteten) hätten diesen Schritt verursacht, erklärte er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Drei Jahre sei er jetzt Vorsitzender gewesen, und in dieser Zeit habe er „wieder Ruhe in den Laden gebracht“.

Das tue ich mir nicht mehr an.

Josef Wannigmann

Die Differenzen zwischen Fraktion und Teilen des Vorstands hält er indes für unüberbrückbar. Und er ist überzeugt: Das Problem hätte man anders – „nicht öffentlich“ – regeln können. Zudem stellte er fest, dass das Geld, das die vier Ratsmitglieder derzeit nicht in die Parteikasse überweisen würden, nicht in deren Taschen lande. „Es wurde und wird gespendet“, so Wannigmann. Davon profitierten Gruppen und Vereine in der Stadt – unter anderem der Arbeitskreis Asyl, das Biologische Zentrum oder auch Kindergärten. Die Parteikasse selbst sei im übrigen gut gefüllt, betonte er.

Seine Aufgabe als sachkundiger Bürger – unter anderem im Bauausschuss – werde er auch künftig wahrnehmen: „Das hat mir immer Spaß gemacht.“

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