Anbindung der neuen Tankstelle an der Selmer Straße
Es bleibt bei einem einseitigen Radweg

lüdinghausen -

Die Anbindung der neuen Tankstelle an der Selmer Straße, die im nächsten Jahr gebaut werden soll, ist eine kniffelige Angelegenheit. Der Bauausschuss entschied sich jetzt für eine verlängerte Linksabbiegespur. Einen zweiten Radweg auf dem Teilstück der Selmer Straße wird es nicht geben.

Donnerstag, 13.12.2018, 21:00 Uhr
Erläuterte die Pläne für die Anbindung der Tankstelle an der Selmer Straße: Rodegang Elkendorf.
Erläuterte die Pläne für die Anbindung der Tankstelle an der Selmer Straße: Rodegang Elkendorf. Foto: Anne Eckrodt

Die neue Tankstelle an der Selmer Straße, die im nächsten Jahr gebaut werden soll, wird aus Richtung Kreisverkehr über eine verlängerte Linksabbiegespur angebunden. Das hat der Bauausschuss bei einer Enthaltung aus den Reihen der SPD jetzt einstimmig beschlossen. Kostenpunkt: rund 71 500 Euro, für die die Stadt aufkommen muss.

Rodegang Elkendorf vom Ingenieurbüro Gnegel (Sendenhorst), das die Planung gemacht hat, erläuterte, dass die Einmündung sowohl zur Tankstellenzufahrt als auch ein Stückchen weiter in den Stadtstannenweg in der gleichen Weise rot markiert und mit Piktogrammen versehen, wie das bereits an den Zufahrten von der B 58 zur Volksbank und zum Lidl-Markt der Fall ist. Der SPD-Fraktionschef Michael Spiekermann-Blankertz hakte nach, ob sich die Ausfahrt der Tankstelle zur Bundesstraße verlegen lasse. „Diesen Vorschlag hat der Baulastträger mit dem Hinweis, dass es sich dort bereits um den Außenbereich handelt, leider abgelehnt, was wir sehr bedauern“, so Bürgermeister Richard Borgmann .

Diesen Vorschlag hat der Baulastträger mit dem Hinweis, dass es sich dort bereits um den Außenbereich handelt, leider abgelehnt, was wir sehr bedauern.

Richard Borgmann

Außerdem gab der Ausschuss grünes Licht für die Beibehaltung des Radweges auf der Seite des Tankstellenareals. Das Büro Gnegel hatte den Bau eines zweiten Radweges auf der anderen Straßenseite vom Kreisverkehr bis zur Bushaltestelle „Stadtstannenweg“ geprüft. Der Aufwand dafür sei jedoch enorm, wie Elkendorf in der Sitzung erläuterte. So müsste nicht nur ein Teil der Brücke über den Westruper Bach abgebrochen und der Straßengraben in ein Rohr verlegt werden. Außerdem müssten für die Radwegeführung Flächen vom Kreis gekauft werden. „Der hat uns jedoch signalisiert, dass er dazu nicht bereit ist“, berichtete Ellen Trudwig, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen. Die Kosten für einen zweiten Radweg würden bei gut 160 000 Euro liegen. Vor dem Hintergrund brachte Anton Holz (CDU) auf den Punkt, was viele Ausschussmitglieder quer durch alle Fraktionen deutlich machten: „Ein Radweg an beiden Seiten der Straße wäre wünschenswert. Aber die Gründen, warum sich das nicht realisieren lässt, wurden hier heute einleuchtend dargelegt.“

Ein Radweg an beiden Seiten der Straße wäre wünschenswert. Aber die Gründen, warum sich das nicht realisieren lässt, wurden hier heute einleuchtend dargelegt.

Anton Holz

Vor dem Hintergrund regten Dirk Havermeier (SPD) und Lothar Kostrzewa-Kock (Grüne) an, den bestehenden Radweg von zwei auf drei Meter zu verbreitern. „Das ist das Richtmaß für Radwege mit Verkehr in zwei Richtungen“, betonte Kostrzewa-Kock. Susanne Wischnewski (UWG) fügte hinzu, dass die entsprechende Beschilderung der Tankstellenzufahrt mit dem Hinweis auf kreuzende Radfahrer für ihre Fraktion „allerhöchste Priorität“ hat. „Wir werden den Wunsch der Radwegverbreiterung auf drei Meter an den Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger herantragen“, kündigte Borgmann an.

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