Adveniat-Botschafterin am Anton
„Miriam“ hilft Frauen in Nicaragua

Lüdinghausen -

Die Österreicherin Dr. Doris Huber hat vor 30 Jahren das Hilfsprojekt „Miriam“ ins Leben gerufen. Dabei werden Frauen in Nicaragua und Guatemala unterstützt. Jetzt stellte sie das Projekt am St.-Antonius-Gymansium vor.

Dienstag, 18.12.2018, 21:00 Uhr
Gemeinsam gestalteten sie einen interessanten Vormittag am St.-Antonius-Gymnasium: (v.l.) Pater Hans-Michael Hürter von der Fachstelle Weltkirche beim Bischöflichen Generalvikariat, Jörg Schürmann, stellvertretender Schulleiter des St.-Antonius-Gymnasiums, Erdkundelehrer Karl Grimstein-Ender, Adveniat-Gast Dr. Doris Huber, Pädagogiklehrer Dennis Peters sowie Dr. Heiner Ganser-Kerperin, Leiter der Abteilung Bildung beim Hilfswerk Adveniat.
Gemeinsam gestalteten sie einen interessanten Vormittag am St.-Antonius-Gymnasium: (v.l.) Pater Hans-Michael Hürter von der Fachstelle Weltkirche beim Bischöflichen Generalvikariat, Jörg Schürmann, stellvertretender Schulleiter des St.-Antonius-Gymnasiums, Erdkundelehrer Karl Grimstein-Ender, Adveniat-Gast Dr. Doris Huber, Pädagogiklehrer Dennis Peters sowie Dr. Heiner Ganser-Kerperin, Leiter der Abteilung Bildung beim Hilfswerk Adveniat. Foto: Bischofliche Pressestelle

„Ich habe zwei Söhne. ‚Miriam‘ ist sozusagen meine Tochter“, wird Dr. Doris Huber in einer Pressemitteilung des Bistums Münster zitiert. „Miriam“ ist ein Projekt zur Förderung von Frauen, das die Österreicherin vor fast 30 Jahren in Nicaragua ins Leben gerufen hat und das unter anderem vom katholischen Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Zurzeit ist Huber im Bistum Münster zu Gast, um über ihr Projekt zu berichten. Eine Station war jetzt das St.-Antonius-Gymnasium.

Wir haben nach einem geeigneten Namen gesucht und sind bei der Prophetin Miriam, der Schwester von Moses und Aaron, gelandet.

Doris Huber

Gespannt hörten die Schüler der Oberstufe zu, als Huber von Nicaragua, den sozialen Verhältnissen und der Arbeit von „Miriam“ erzählte. Von 1987 bis 1993 hat die Theologin gemeinsam mit ihrem Ehemann, ebenfalls Theologe, in dem lateinamerikanischen Land gelebt und gearbeitet. Im Februar 1989 hat sie das Bildungsprojekt für Frauen gegründet. „Wir haben nach einem geeigneten Namen gesucht und sind bei der Prophetin Miriam, der Schwester von Moses und Aaron, gelandet. Sie hat die Menschen in die Freiheit geführt. Heute ist die Bildung ein Weg in die Freiheit“, wird Huber weiter zitiert. Das Projekt beschäftige inzwischen zehn Mitarbeiterinnen. Sie seien im Norden von Nicaragua und in Guatemala in einem sehr ländlichen Raum aktiv. Ein Standbein sei die Aufklärungsarbeit zur Förderung und Verteidigung der Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen, berichtete Huber.

Ein Standbein sei die Aufklärungsarbeit zur Förderung und Verteidigung der Rechte von Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Doris Huber

Das Herz von „Miriam“ sei das Stipendienprogramm. In den vergangenen 30 Jahren erhielten insgesamt 500 Frauen eine Förderung, um zu studieren. „Es gibt aber bestimmte Kriterien, die eine Stipendiatin erfüllen muss. Sie muss sich beispielsweise sozial engagieren, uns ihr Programm für die Zukunft plausibel machen und als Multiplikatorin tätig sein“, wird die Referentin weiter zitiert. Der dritte Bereich, in dem sich das Projekt engagiert, ist die Berufsausbildung von Frauen, die Überlebende von Gewalt sind. Sie würden zur Schneiderin, Frisörin, Hand- und Fußpflegerin, Köchin oder Konditorin innerhalb eines Jahres ausgebildet.

Das Projekt „Miriam“ steht organisatorisch auf eigenen Füßen, und Huber, die in Österreich lebt und sich als Geschäftsführerin engagiert, ist nur noch zweimal jährlich für je sieben Wochen vor Ort in Nicaragua und ein Mal pro Jahr in Guatemala.

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