Marie Sonne wandert im Himalaya und engagiert sich
Nepal lässt sie nicht mehr los

Lüdinghausen -

Ihre große Leidenschaft fürs Bergwandern führte Marie Sonne jetzt zum zweiten Mal nach Nepal – diesmal mit Aussicht auf den Mount Everest. Die 33-jährige Lüdinghauserin besuchte im Rahmen ihrer Gruppenreise auch ein Kinderdorf bei Pokhaa, das von der Nepalhilfe unterstützt wird.

Sonntag, 30.12.2018, 08:00 Uhr
Marie Sonne (2.v.l.) mit Guide und Gründer der Nepalhilfe, Alexander Schmidt (l.), vor dem Massiv des Mount Everest.
Marie Sonne (2.v.l.) mit Guide und Gründer der Nepalhilfe, Alexander Schmidt (l.), vor dem Massiv des Mount Everest. Foto: privat

Wenn Marie Sonne von ihren Reisen erzählt, ist ihr die Begeisterung mehr als deutlich anzusehen. Ihr Gesicht strahlt, dass es ihrem Nachnamen alle Ehre macht. Ganz besonders trifft das zu, wenn es um ihr Lieblingsziel geht: Nepal. Jenes ferne Land am Himalaya, dass sie bereits zwei Mal besucht hat. Allerdings nicht einfach so, sondern aus zwei ganz unterschiedlichen Gründen. Der eine ist ihre Leidenschaft fürs Bergwandern (der andere findet sich im Infokasten unten).

„Das war schon immer so. Wenn ich einen Hügel, Berg oder auch nur eine Burgruine gesehen habe, wollte ich da hoch“, erinnert sich die 33-Jährige schmunzelnd an die Anfänge. Endgültig Blut geleckt hat sie bei ihrer ersten Backpacker-Tour durch Norwegen. „Eigentlich wollte ich nach Neuseeland, aber meine Eltern waren dafür, dass ich beim ersten Mal nicht ganz so weit alleine verreise“, erzählt Sonne. Für ihr damaliges Traumziel nahm sie sich dann – das war 2013 – fünf Wochen Zeit. Wieder ganz allein, nur mit dem Nötigsten im Rucksack, erkundete sie beide Inseln Neuseelands.

Doch am Ende war es dann Nepal, das sie nicht mehr losgelassen hat. „Bei meiner ersten Reise hab ich bei einer Umrundung des Annapurna den Thorong-La-Pass überquert, der liegt am höchsten Punkt auf 5416 Metern Höhe. Das war unglaublich“, ist sie noch immer völlig begeistert von den Eindrücken dieser außergewöhnlichen Berglandschaft. „Zum Glück hatte ich keine Probleme mit der Höhe. Das weiß man vorher ja nicht so genau.“ Sportlich ist die im normalen Leben im Marketing eines IT-Unternehmens tätige Sonne ohnehin. Doch in der Höhenluft kommen auch gut trainierte Bergwanderer häufig an ihre Grenzen.

Ich wollte einmal in meinem Leben den Mount Everest sehen.

Marie Sonne

Wie sich das anfühlt, weiß die Lüdinghauserin spätestens seit diesem Herbst. Da ging es für sie zum zweiten Mal nach Nepal. „Ich wollte einmal in meinem Leben den Mount Everest sehen.“ Dazu nahm sie an einer Gruppenreise teil, die in Sichtweite des höchsten Bergs der Welt über 150 Kilometer von 2400 Metern bis auf 5165 Metern führte. „Von den zehn Teilnehmern haben fünf auf 4700 Metern aufgegeben, sie kamen einfach mit der Höhenluft nicht mehr klar“, erzählt Sonne, die mit den übrigen bis zum Schluss durchhielt. „Allerdings habe ich nach so vielen Tagen auf so großer Höhe dann auch bei mir erste Anzeichen gespürt. Man ist unglaublich müde und verliert jeden Appetit. Dazu kommt die Kälte, die spürt man bis in den letzten Knochen.“

Ihr Ziel hat sie jedenfalls erreicht. Wunderschöne Aufnahmen des Mount Everest und der Stolz, es geschafft zu haben, waren der Lohn. Und obendrauf die Erkenntnis, dass ihr der Weg bis zum Basislager des Everest gereicht hat. „Ich suche zwar immer wieder neue Herausforderungen, aber lebensmüde bin ich deswegen noch lange nicht“, lautet ihre durchaus kluge Einsicht. Wobei – im nächsten Jahr hat sie die Teilnahme an einer „Survival-Tour“ in den Wäldern Schwedens geplant. Mal schauen, was danach kommt . . .

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