Ehepaar Friemel feiert mit anderen Förderern Jubiläum der Don-Bosco-Mission Bonn
Sie machen eine Mission möglich

LüdinghAusen -

Die Bilanz der 18 Spendentouren kann sich sehen lassen: Über 160 000 Euro haben Peter und Luise Friemel im Laufe der Jahre bereits für die verschiedenen Projekte der Salesianer Don Boscos gesammelt. Zusammen mit anderen Förderern feierten die Lüdinghauser jetzt in Bonn das 50-jährige Bestehen der Don-Bosco-Mission. Im Gepäck hatten sie ein Überraschungsgeschenk.

Dienstag, 29.01.2019, 19:00 Uhr
Das Lüdinghauser Ehepaar Luise und Peter Friemel unterstützt mit den Erlösen aus den Spendentouren unter anderem die Projekte von Bruder Lothar. Er setzt sich in Südsudan für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten ein.
Das Lüdinghauser Ehepaar Luise und Peter Friemel unterstützt mit den Erlösen aus den Spendentouren unter anderem die Projekte von Bruder Lothar. Er setzt sich in Südsudan für Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten ein.

Getragen von der Umkehrung des Filmtitels „Mission Impossible“ und vom Leitbild des Turiner Priesters und Sozialpädagogen Johannes Don Bosco (1815-1888), der Kinder als Edelsteine verstand, blickten bei dem Don-Bosco-Forum in Bonn jetzt über 400 Förderer, Weggefährten und Engagierte auf 50 Jahre „Mission Possible“ zurück. Unter ihnen war auch das Lüdinghauser Ehepaar Luise und Peter Friemel . Der 81-Jährige hat bereits 18 Spendentouren per Fahrrad absolviert und damit über 160 000 Euro für Don-Bosco-Projekte gesammelt (WN berichteten).

Luise und Peter Friemel

Luise und Peter Friemel Foto: privat

Neben dem Lüdinghauser Ehepaar kamen viele weitere Menschen mit Mission in der St.-Elisabeth-Kirche im Bonner Südviertel zusammen, um zum Aufakt mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki einen Gottesdienst zu feiern, heißt es in einer Pressemitteilung. Anschließend begrüßte Pater Reinhard Gesing, Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos, die vielen Gäste in der Aula der Universität Bonn und leitete über zum Forum-Talk mit der Frage „What’s my mission?“ (Was ist meine Mission?).

Hilfe im Südsudan

Die Gesprächspartner von Monika Hoegen waren Monsignore Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor), Prof. Claudia Warning (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sowie Bruder Lothar Wagner (Koordinator für Kindesschutz der Salesianer Don Boscos im Südsudan). „Diese drei Menschen, die ihrem eigenen Sendungsauftrag gefolgt sind und vieles bewegt haben, entsprechen dem Logo der Salesianer, symbolisiert durch ein Haus mit drei festen Säulen und einem schützenden Dach“, heißt es in der Presseinformation weiter. Beispielsweise hat Misereor in der Stadt Wau im Norden von Südsudan eine Berufsschule für die Bildungsarbeit der Salesianer errichtet. Bruder Lothar Wagner stabilisiert durch psychosoziale Hilfestellungen viele ehemalige Kindersoldaten und ermöglicht ihnen mit seinem Team mittelfristig schulische und berufliche Bildung und damit ein selbstbestimmtes Leben in Würde, fern von Hunger, Armut und Obdachlosigkeit.

Geschwisterlich verbunden mit der Don-Bosco-Mission ist der aus „Jugend Dritte Welt“ hervorgegangene Verein „Don Bosco Mondo“, vertreten durch Alexander Knauss. Unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft und Glauben setzt sich sein Verein ebenso durch Förderung der Bildungsarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche in aller Welt ein.

50 Tüten mit Wunderkerzen

Der Vorsitzende des Pfarrausschusses St. Winfried und die erste Sekretärin skizzierten die turbulenten Anfänge der Don-Bosco-Mission und die Weitsicht der Begründer Pater Rau, Pater Diebold und Pater Oerder, die sowohl Pfarrer von St. Winfried als auch Prokuratoren der Mission im damaligen Bonner Regierungsviertel waren.

Der aus Rom angereiste Generalökonom Bruder Jean-Paul Mueller (SDB) beschloss in salesianischer Tradition das gemütliche Beisammensein mit einem „Wort zur guten Nacht“. Für die 41 Mitarbeiter der Don-Bosco-Mission, die in den Bereichen Finanzen, Verwaltung, Bildung, Spenderkommunikation und Fundraising tätig sind, hatte das Ehepaar Friemel noch eine Überraschung parat: 50 Tüten mit Wunderkerzen zum nächtlichen Entzünden für ein Foto, 50 Luftballons zum Anheften von Wunschzetteln und Steigenlasssen über dem Rhein. „Und noch 50 Jahre – das wäre das Wahre“, wird Luise Friemel in dem Pressetext abschließend zitiert.

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