Großes Interesse der Mitglieder
Ein Plus in der Kasse

Seppenrade -

Ihre Winterversammlung hielten die Seppenrader Landwirte jetzt auf dem Hof Vormann ab. Dabei ging es auch um den Glasfaserausbau im Außenbereich.

Mittwoch, 06.02.2019, 05:00 Uhr
Seine Winterversammlung hielt der Landwirtschaftliche Ortsverband Seppenrade am Montagabend auf dem Hof Vormann ab. LOV-Vorsitzender Michael Muhle (kl. Foto stehend) leitete erstmals die Versammlung.
Seine Winterversammlung hielt der Landwirtschaftliche Ortsverband Seppenrade am Montagabend auf dem Hof Vormann ab. LOV-Vorsitzender Michael Muhle (kl. Foto stehend) leitete erstmals die Versammlung. Foto: Michael Beer

„Es ist ein schöner Anblick, so einen vollen Saal zu sehen“, war Ludger Beeke vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Coesfeld von der großen Anzahl der Seppenrader Landwirte bei der Winterversammlung auf dem Hof Vormann am Montagabend angetan. Dort hatte Michael Muhle, Vorsitzender des Ortsverbandes, neben vielen Kollegen unter anderem Bürgermeister Richard Borgmann , seinen Stellvertreter Anton Holz sowie Vertreter der Kammer und des Verbandes willkommen geheißen.

Benedikt Hölper warf zunächst einen Blick zurück auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, mit dem Maigang in die Borkenberge, dem Bauernmarkt oder dem Erntedankfest auf dem Hof Muhle. Bei einem Besuch des Landtages in Düsseldorf im Januar hatte sich Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser eine halbe Stunde Zeit genommen, um sich mit den Landwirten aus Seppenrade zu unterhalten. Dabei informierten sie die Ministerin, dass ein Schulbuch an einigen Schulen im Umlauf sei, in dem bewusst die Landwirtschaft falsch dargestellt werde. Die Ministerin habe versprochen, dem nachzugehen.

Wir können uns auf die Schulter klopfen. Alle Landwirte haben ihre Trecker kostenlos zur Verfügung gestellt und damit die ,Buddelkasse‘ entlastet.

Antonius Vormann

Antonius Vormann informierte die Versammlung über den Stand beim Glasfaserausbau im Außenbereich. „Wir können uns auf die Schulter klopfen. Alle Landwirte haben ihre Trecker kostenlos zur Verfügung gestellt und damit die ,Buddelkasse‘ entlastet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Alter von sieben bis 70 Jahren haben alle an einen Strang gezogen. Es hat uns großen Spaß gemacht“, sagte Vormann. Von einem kleinen Plus in der Kasse des LOV berichtete Kassierer Markus Uevelhöde.

Bürgermeister Richard Borgmann dankte den Landwirten für ihre aktive Tätigkeit und, dass sie den Bürgern die Landwirtschaft näher bringen. „Öffnen Sie weiter ihre Höfe für die Schulen. Schüler, Lehrer und Eltern, die ihre Höfe bisher besucht haben, waren begeistert. Im Bereich Glasfaser haben sie eine Vorbildfunktion in NRW übernommen. Leider wird kein Geld aus einem Topf in NRW fließen. Ich werde das in Düsseldorf und Berlin noch einmal vorbringen“, so Borgmann, der betonte, dass auch seitens der Stadt hier keine finanzielle Hilfe zu erwarten sei, da er Gesetze einhalten müsse.

Wir müssen die Gesellschaft wieder hinter die Landwirtschaft bringen.

Georg Silkenböhmer

Der Kreisverbands-Vorsitzende Michael Uckelmann eröffnete den Reigen der Berichte aus Kammer und Verband. Zunächst stellte er den neuen Vorstand, dann die Aktion „Landwirt schafft Leben“ mit ihren Ideen und Zielen vor. Neuregelungen zum Bau- und Immissionsrecht, in der Renten- und Krankenversicherung, im Erb- und Steuerrecht, in der Hofübergabe und Landschaftsplanung waren Themen von Ludger Beeke. Kreislandwirt Georg Silkenböhmer nannte das Glasfaserprojekt in Seppenrade eine erfolgreiche Imagekampagne. „Wir müssen die Gesellschaft wieder hinter die Landwirtschaft bringen. 2018 war aufgrund der Witterung eine große Herausforderung für die Landwirte“, so Silkenböhmer, der auch die Themen Kastration, Kupierverzicht, AFP, die Wasserkooperation und die Nitratgrenzwerte ansprach.

„Ein schlechter Bauer wird dadurch, dass er auf Bio umstellt, nicht unbedingt ein guter Bauer“, eröffnete Ludger Rövekamp, Leiter Beratung aus der Kreisstelle Coesfeld, seinen Kurzbericht , in dem er auf die Dürrehilfe, Baurecht, Nährstoffmanagement und Stoffstrombilanz, die Landesdüngeverordnung NRW, die Wasserrahmenrichtlinie und den Wasserschutz im Kreis Coesfeld näher einging.

Im Anschluss an das Referat von Bastian Lenert (siehe gesonderten Bericht) wurde zum Abschluss noch über Nitrat-Messstellen diskutiert.

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