Bürgermeister begrüßt Austauschschüler im Rathaus
Die Welt zu Gast in der Steverstadt

Lüdinghausen -

Die Stadt Lüdinghausen begrüßte jetzt die Austauschschüler des St.-Antonius-Gymnasiums. Die erzählten während ihres Besuchs bei Bürgermeister Richard Borgmann und dem Beigeordneten Matthias Kortendieck auch gleich von ihren ersten Eindrücken von der Steverstadt.

Donnerstag, 07.02.2019, 16:20 Uhr
Die Stadt Lüdinghausen begrüßte die Austauschschüler des St.-Antonius-Gymnasiums (v.l.): Beigeordneter Matthias Kortendieck, Gabriel Perez Diez, Willoh Robbins, Austauschbeauftragter Ludwig Perick, Sebastian Matebau, Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt, Lenin Noyola Bernal, Justina Calabrese und Bürgermeister Richard Borgmann.
Die Stadt Lüdinghausen begrüßte die Austauschschüler des St.-Antonius-Gymnasiums (v.l.): Beigeordneter Matthias Kortendieck, Gabriel Perez Diez, Willoh Robbins, Austauschbeauftragter Ludwig Perick, Sebastian Matebau, Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt, Lenin Noyola Bernal, Justina Calabrese und Bürgermeister Richard Borgmann. Foto: Stadt Lüdinghausen

Menschen von drei verschiedenen Kontinenten saßen jetzt im Rathaus zusammen. Das St.-Antonius-Gymnasium hat derzeit fünf Austauschschüler zu Besuch. Bürgermeister Richard Borgmann hieß sie in der Stadt Lüdinghausen willkommen. „Ich ziehe den Hut vor euch, dass ihr den Mut gefunden habt, so weit von zu Hause wegzugehen“, wird Borgmann in der Pressemitteilung der Stadt zitiert. Gleichzeitig Botschafter aus drei Kontinenten begrüßen zu können, sei etwas ganz Besonderes. „Möge die große Politik sich ein Beispiel an diesen Schülern nehmen, die sich alle als Weltbürger verstehen“, fügte er hinzu.

Möge die große Politik sich ein Beispiel an diesen Schülern nehmen, die sich alle als Weltbürger verstehen.

Richard Borgmann

Die Jugendlichen erzählten von ihren ersten Eindrücken. „Deutschland ist ganz anders als das Land, aus dem ich komme“, sagte Sebastian Matebau. „In Australien grüßt sich jeder, hier sind die Menschen etwas distanzierter, aber trotzdem freundlich.“ Willoh Robbins erzählte, dass sie in den USA zwischen den Unterrichtsstunden keine Pausen haben und mehr Hausaufgaben aufbekommen.

Justina Calabrese kam richtig ins Schwärmen. Von ihrer Gastfamilie in Olfen sei sie sehr herzlich aufgenommen worden. Sie sei beeindruckt davon, welch hohen Stellenwert das Thema Bildung in Deutschland habe. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie Schnee gesehen und ist bereits Schlitten und Ski gefahren. Insgesamt fühle sie sich sehr wohl hier, nur die Sprache sei schwierig zu lernen. Das findet auch Lenin Noyola Bernal aus Mexiko, der trotzdem versucht, möglichst viel Deutsch zu reden. Seine Kenntnisse hätten sich schon verbessert. Gabriel Perez Diez aus Argentinien wundert sich vor allem über das viel frühere Abendessen als in seinem Heimatland, wo oft erst gegen 22 Uhr gegessen werde.

In Australien grüßt sich jeder, hier sind die Menschen etwas distanzierter, aber trotzdem freundlich.

Sebastian Matebau

Alle fünf sind sie der Ansicht, dass man mit Deutschen erst einmal „warm werden“ muss. Dann werde man aber sehr gut aufgenommen und die anderen Schüler seien auch gerne hilfsbereit. Laut Ludwig Perick, Austauschbeauftragter am Anton, können die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren ihren Stundenplan an der Schule selbst gestalten. Einige von ihnen wechseln während ihres einjährigen Aufenthalts öfter die Gastfamilie, um möglichst viele Facetten des Landes kennenzulernen.

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