Vorsorge für Notfälle
Den eigenen Willen rechtzeitig festlegen

Lüdinghausen -

Damit im Notfall der eigene Wille zum Tragen kommt, ist es wichtig, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Der Seniorenbeirat der Stadt Lüdinghausen, der SkF, die Hospizbewegung sowie das Büro des Ehrenamts halten entsprechende Formulare bereit.

Dienstag, 12.02.2019, 21:00 Uhr
(Symbolbild) 
(Symbolbild)  Foto: dpa

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind die vorsorgenden Maßnahmen, die auf der eigenen Willensentscheidung gründen. „Richterlich angeordnete ,Betreuungsverfügungen‘ kommen immer dann zur Anwendung, wenn der Patient für Notfälle nicht vorgesorgt hat, seinen Willen nicht mehr artikulieren kann und auf die Hilfe von beauftragten Familienangehörigen oder auch von speziellen Betreuungsorganisationen angewiesen ist“, schreibt der Seniorenbeirat der Stadt Lüdinghausen in einer Pressemitteilung. Die Broschüre mit den drei „Dokument-Formularen“ wurde in Anlehnung an Veröffentlichungen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) erstellt. Viele junge und ältere Menschen in Lüdinghausen und Umgebung hätten sich bereits für die persönliche Vorsorge entschieden, heißt es in dem Pressetext weiter.   

Die Patientenverfügung wird von den Ärzten direkt nachgefragt, um Informationen über Willenserklärungen von Schwerstkranken ohne eigene Entscheidungsmöglichkeit zu erhalten. Damit gewährleistet jeder selbst, dass bei unheilbarer Krankheit oder im Sterbeprozess nur die Therapiemaßnahmen und Medizintechnik eingesetzt werden, denen er vorher in seiner Verfügung selbst zugestimmt oder die er abgelehnt hat.

Die Vorsorgevollmacht ist als „privater Vertrag“ mit Personen des Vertrauens anzusehen und nur wirksam, wenn bei nicht gegebener eigener Entscheidungsfähigkeit bei Rechtsgeschäften das Dokument der Vorsorgevollmacht vorgelegt werden kann. Wenn Konten und Vermögen zu verwalten sind, sollte sich jeder zusätzlich mit seiner Hausbank und eventuell weiteren Kreditinstituten in Verbindung setzen, um Bankvollmachten Personen des Vertrauens zu erteilen und Regelungen zum Vermögen zu treffen.

Betreuungsverfügungen werden über die Amtsgerichte umgesetzt. Im Betreuungsfall werden die Aufgaben des Betreuers festgelegt und kontrolliert. Diese gesetzliche Betreuung ist nachrangig gegenüber der eigenen Vorsorge durch die Erteilung einer Vorsorgevollmacht.

Zum Thema

Die Broschüre mit den drei Dokument-Formularen wird vom Seniorenbeirat, dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Hospiz-Bewegung Lüdinghausen/Seppenrade für zwei Euro zur Verfügung gestellt oder kann im Büro des Ehrenamtes im Rathaus (Altbau, Raum 010, ' 0 25 91/ 92 66 00, montags 15 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags 10 bis 12 Uhr) erworben werden.

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