Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“
ADFC Lüdinghausen sammelt Unterschriften

Lüdinghausen -

Die Ortsgruppe des ADFC Lüdinghausen rührt die Werbetrommel und setzt auf Unterstützung aus der Steverstadt: An verschiedenen Stellen liegen Unterschriftenlisten für die landesweite Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ aus.

Mittwoch, 20.02.2019, 19:00 Uhr
Der ADFC Lüdinghausen beteiligt sich mit Unterschriftenlisten an der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“.
Der ADFC Lüdinghausen beteiligt sich mit Unterschriftenlisten an der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“. Foto: ADFC Lüdinghausen

„Nach Diesel-Skandal, Feinstaub-Alarm und Stau-Rekorden kann es in Nordrhein-Westfalen so nicht mehr weitergehen. Unsere Städte platzen bereits aus allen Nähten, die Verkehrsdichte steigt immer noch, Stress und Parkplatzmangel gehören zur Tagesordnung“, heißt es auf der Webseite des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ( ADFC ). Trotzdem steigen immer noch viele Menschen ins Auto, weil sie den Eindruck haben, mit dem Rad nicht sicher und komfortabel unterwegs zu sein. Statistiker haben ermittelt, dass etwa die Hälfte aller Autofahrten Kurzfahrten sind, also Fahrten bis zu fünf Kilometern. „Genau diese Fahrten lassen sich aber meist problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen. Wenn sich die Menschen auf dem Fahrrad sicher fühlen und die Infrastruktur in Form von guten und komfortablen Radwegen vorhanden ist, kann das Fahrrad ein Teil der längst überfälligen Mobilitätswende sein“, schreibt der ADFC Lüdinghausen in einer Pressemitteilung.

Neun Forderungen aufgestellt

Mit der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ soll ein Fahrradgesetz für Nordrhein-Westfalen erreicht werden. Die Initiatoren der Initiative sind der Verein „Radkomm“ und der ADFC NRW. Der Startschuss zu dieser Initiative fiel bereits am 16. Juni 2018. Seitdem hat sich ein breites Aktionsbündnis gebildet, dem inzwischen mehr als 100 Vereine aus den Bereichen Umwelt und Verkehr angehören. Ziel ist, dass der landesweite Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 von acht auf 25 Prozent ansteigt. Die Volksinitiative hat dazu neun Forderungen aufgestellt, unter anderem die nach mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen, Werbung für mehr Radverkehr, Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen, mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden sowie kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr.

66 000 Unterschriften nötig

Um eine Volksinitiative erfolgreich durchzuführen, müssen die Initiatoren in NRW 66 000 Unterschriften von wahlberechtigten Unterstützern vorlegen. In über 300 Sammelstellen in ganz Nordrhein-Westfalen besteht die Möglichkeit, für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ zu unterschreiben. Am 1. Mai endet die Einreichfrist. Die Unterschriftsbögen liegen bei den Lüdinghauser und Seppenrader Fahrradgeschäften, in der Familienbildungsstätte sowie bei allen Veranstaltungen des ADFC Lüdinghausen aus.  

 

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