Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen
Cani erlebt massiven Einbruch

Lüdinghausen -

Das ist ein Schlag ins Kontor: Nach den Sommerferien starten am Gymnasium Canisianum nur 49 Fünftklässler. Das ist das Ergebnis der Anmeldephase in dieser Woche. Zum Vergleich: Der aktuelle fünfte Jahrgang umfasst 86 Kinder. Ganz anders sind die Anmeldungen am St.-Antonius-Gymnasium und an der Sekundarschule ausgefallen.

Samstag, 02.03.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 12:22 Uhr
Die Zahlen sprechen für sich: Während das St.-Antonius-Gymnasium und die Sekundarschule steigende Schülerzahlen verzeichnen, erlebt das Gymnasium Canisianum einen deutlichen Einbruch bei den Anmeldungen.
Die Zahlen sprechen für sich: Während das St.-Antonius-Gymnasium und die Sekundarschule steigende Schülerzahlen verzeichnen, erlebt das Gymnasium Canisianum einen deutlichen Einbruch bei den Anmeldungen. Foto: Jürgen Christ/Foto: colourbox.com

Michael Dahmen war die Enttäuschung am Donnerstagabend deutlich anzumerken: Das Gymnasium Canisianum wird nach den Sommerferien mit lediglich 49 Kindern in zwei fünften Klassen in das neue Schuljahr 2019/20 starten. „Das ist ein denkbar schlechtes Ergebnis der Anmeldephase, mit dem wir natürlich nicht zufrieden sind“, machte der Leiter des privaten Gymnasiums im Gespräch mit den WN deutlich. Zum Vergleich: Im jetzigen fünften Jahrgang werden am Cani 86 Schüler in drei Klassen unterrichtet.

Dass es Schwankungen bei den Anmeldezahlen gibt, ist für Dahmen nichts Neues. „Für das Rauf und Runter in der Dimension einer Klassenstärke hingegen habe ich keine Erklärung“, so der Schulleiter. Zumal der „Tag der offenen Tür“ und die Informationsveranstaltungen in diesem Jahr besser besucht gewesen seien als 2018. Dahmen: „Dabei haben die Kollegen und ich gute Gespräche geführt und viele interessierte Fragen beantwortet.“ Das Ergebnis jetzt ist fast so niedrig wie 2012. In dem Jahr übernahm Dahmen zum 1. März die Schulleitung: „Da waren die Anmeldungen gerade gelaufen und wir hatten 43 Kinder.“

Da werden wir ganz selbstkritisch zu Werke gehen.

Michael Dahmen

Für ihn ist klar, dass nun die Suche nach den Gründen des massiven Anmelderückgangs beginnen muss. „Da werden wir ganz selbstkritisch zu Werke gehen“, betonte Dahmen. Er fügte jedoch hinzu: „Wir gehen auch nicht in Sack und Asche ob der Anmeldezahlen. Im nächsten Jahr wird die Schwan­kun­g wieder andersherum sein, davon bin ich überzeugt.“ Seine Vermutung, dass diesmal deutlich mehr Lüdinghauser Kinder an weiterführenden Schulen in anderen Orten angemeldet wurden, scheint sich zumindest im Hinblick auf die Wolfhelmschule mit Standorten in Olfen und Datteln zu bestätigen. Derzeit besuchen sieben Kinder aus der Steverstadt die Gesamtschule, im Schuljahr 2019/20 werden es 22 sein. Die Anmeldezahlen von Lüdinghauser Kindern an der Gesamtschule Nordkirchen waren am Freitag weder über die Gemeindeverwaltung noch über die Schule in Erfahrung zu bringen.

Deutlich bessere Stimmung als am Cani herrschte bei den beiden städtischen Schulen. Kein Wunder: Sowohl das St.-Antonius-Gymnasium als auch die Sekundarschule haben im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht zugelegt. Am Anton starten nach den Sommerferien 112 Kinder in vier fünften Klassen. Eine davon wird bilingual sein. „Wir freuen uns über dieses tolle Ergebnis und den Zuspruch. Das bestätigt uns in unserer Arbeit“, so die erste Reaktion von Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt. Aktuell hat das städtische Gymnasium 106 Schüler in Jahrgang fünf, aufgeteilt auf vier Klassen.

Ich freue mich, dass unsere Schule einen solchen Zuspruch hat.

Mathias Pellmann

Die Sekundarschule wächst im neuen Schuljahr 2019/20 um 125 Kinder und wird fünf Eingangsklassen bilden. Aktuell werden dort 120 Fünftklässler unterrichtet. „Ich freue mich, dass unsere Schule einen solchen Zuspruch hat, zumal viele Geschwisterkinder angemeldet wurden“, sagte Mathias Pellmann. Und der Schulleiter ergänzte: „In den Aufnahmegesprächen haben wir mehrfach gehört, dass sich Eltern und Kinder bewusst aufgrund der guten Erfahrungen älterer Geschwister für die Sekundarschule entschieden haben. Das ist natürlich toll.“ Der überwiegende Teil der angemeldeten Kinder komme aus Lüdinghausen, „aber es sind auch Auswärtige dabei, die vor Ort kein Angebot des gemeinsamen Lernens haben“, berichtete Pellmann.

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