Jahreshauptversammlung des Reitvereins
Vorstandsarbeit soll attraktiver werden

Lüdinghausen -

Mit dem Problem steht der Reit- und Fahrverein Lüdinghausen nicht alleine da: Es wird immer schwieriger Ehrenamtliche für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. In der Jahreshauptversammlung diskutierten die Reiter eine Möglichkeit, die Ämter attraktiver zu machen.

Montag, 04.03.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 17:00 Uhr
Der Vorsitzende Albert Pernhorst (l.) und sein Stellvertreter Hubert Brinkmann (2.v.r.) freuten sich nicht nur über neue Ehrenmitglieder, sondern zeichneten auch die erfolgreichsten Reiter aus, darunter Marius Brinkmann (r.).
Der Vorsitzende Albert Pernhorst (l.) und sein Stellvertreter Hubert Brinkmann (2.v.r.) freuten sich nicht nur über neue Ehrenmitglieder, sondern zeichneten auch die erfolgreichsten Reiter aus, darunter Marius Brinkmann (r.). Foto: Arno Wolf Fischer

Zur Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Zu den drei Linden“ fanden sich am Freitagabend zahlreiche Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Lüdinghausen ein. Neben den turnusgemäßen Vorstandswahlen stand die Diskussion über mögliche Veränderungen in der Vorstandsarbeit im Mittelpunkt. Schriftführerin Susanne Erfurt präsentierte zunächst das Protokoll der jüngsten Jahreshauptversammlung, bevor Geschäftsführerin Marlies Brinkmann auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zurückblickte. Eine gute finanzielle Lage vermeldete Kassiererin Dorothe Bermann, und die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine fehlerlose Arbeit. Einstimmig wurde dementsprechend die Entlastung des Vorstandes beschlossen.

Der stellvertretende Vorsitzende Hubert Brinkmann blickte auf die Wettbewerbe im Jahr 2018 zurück, wobei unter anderem der erste Platz in der Gesamtwertung des WN-Pokals hervorstach. Mit Urkunden und Präsenten wurden die besten Reiter geehrt. In der Kategorie der unter 18-Jährigen erreichte Lara Tönnissen den ersten Platz. Bei den 18- bis 21-Jährigen ging diese Ehre an Jil Marielle Becks, bei den Erwachsenen an Marius Brinkmann.

Es funktioniert einfach. Das Team ist gut.

Hubert Brinkmann

Bei den Vorstandswahlen wurde der erste Vorsitzende Albert Pernhorst einstimmig im Amt bestätigt. Auch Jugendwartin Lisa Wiedau, Schriftführerin Susanne Erfurt sowie Beisitzerin Heike Lechtenfeld und die fünf Mitglieder des Ehrenrates wurden einstimmig wiedergewählt. Laura Resing übernimmt das Amt der Kassenprüferin von Thomas Tönnissen. „Es funktioniert einfach. Das Team ist gut“, fasste Hubert Brinkmann angesichts dieser Ergebnisse zusammen. „Wir haben eine tolle Arbeitsverteilung, und alle sind mit vollem Einsatz dabei“, sagte Albert Pernhorst. Er betonte: „Wir alle können uns wie eine Familie fühlen, und das macht unseren Verein aus.“ Mit anhaltendem Applaus bestätigten die Mitglieder diesen Eindruck. Außerdem durften sich vier Mitglieder über ihren neuen Status als Ehrenmitglied freuen: Josef Gerwin, Robert Tönnissen, Hubert Farwick und Franz-Josef Budde. In diesem Jahr feiert der Verein zudem seinen 95. Geburtstag, wobei langjährige Mitglieder zu einem großen Frühschoppen Ende März zusammenkommen.

Veränderungen an der Reitanlage

Ein großes Thema bei der anschließenden Diskussion war eine mögliche Neuaufstellung des Vorstandes vor dem Hintergrund eines Nachfolgermangels, der laut Lydia Brinkmann in allen Vereinen auftritt. Sie ist seit 20 Jahren Vereinsmitglied und berichtete von ihrer Arbeit in der Vereinsberatung des Stadtsportbundes Dortmund. Die Tätigkeitsbereiche der Vorstandsmitglieder könnten in kleinere Aufgaben aufgeteilt werden, die dann von anderen Mitgliedern übernommen werden können. So sei es möglich, Interessierte an die Vorstandsarbeit heranzuführen, ohne, dass sofort ein komplettes Amt mit der damit verbundenen Verantwortung übernommen werden müsse. Dieses Modell stieß auf die Zustimmung der Mitglieder, die von positiven Erfahrungen mit dieser Methode in anderen Vereinen berichteten. Weiter wurden mögliche bauliche Veränderungen an der Reitanlage sowie die Idee einer Aufteilung der Turniere nach Dressur- und Springreiten diskutiert.

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