WN-Umfrage: Heute ist der „International Day of Happiness““
Glückstag scheinbar nicht vonnöten

Lüdinghausen -

Glücksbringer – die kennt so ziemlich jeder. Auf dem Wochenmarkt haben sich die Westfälischen Nachrichten einmal umgehört, welche die Steverstädter so haben. Die Antworten fielen höchst unterschiedlich aus.

Mittwoch, 20.03.2019, 09:00 Uhr
Glücksbringer: Was dem Einen das Kleeblatt ist dem Anderen der gute alte Pfennig oder auch ein ganz besonderer Anhänger. 
Glücksbringer: Was dem Einen das Kleeblatt ist dem Anderen der gute alte Pfennig oder auch ein ganz besonderer Anhänger.  Foto: Coulorbox

Wer am heutigen Mittwoch nicht freudestrahlend durch die Gegend läuft, wird es wohl nie tun – sollte man meinen. Denn heute ist ganz offiziell der „Tag des Glücks“. Im Juni 2012 beschloss die UN-Hauptversammlung in New York, dem Glück eine Chance zu geben, und rief für den 20. März des darauf folgenden Jahres den ersten „International Day of Happiness“ aus. Seitdem wird er in jedem Jahr an diesem Datum weltweit begangen.

Also auch am heutigen Mittwoch. Wie steht es aber nun um das Glück der Lüdinghauser? Helfen sie nach, lassen sie es auf sich zukommen? Das wollten die WN im Rahmen einer Umfrage auf dem Marktplatz herausfinden . . .

Die Antwort von Elke Gennrich ist eindeutig – für sie ist der „Day of Happiness“ ganz offensichtlich nicht gemacht. „Mein Mann macht mich glücklich“, sagt die Marktbeschickerin, die an ihrem Stand unter anderem Eier und Kartoffeln verkauft. „Ich bin einfach glücklich, dass er da ist und es uns gut geht. Wir unternehmen auch viel zusammen.“

Auch Kurt Spranger braucht keinen 20. März als Nachhilfe für Endorphine. „Ich habe einen Glücksbringer – meine Frau. Vor 60 Jahren habe ich sie kennengelernt, nächstes Jahr feiern wir Diamantene Hochzeit“, sagt der Rentner. „Wir haben zwei Kinder, sechs Enkel und drei Urenkel. Das ist Glück.“

Gleich zwei Glücksbringer nennt Eva Blodau ihr Eigen – ein eingefasstes verblättriges Kleeblatt und einen „russischen Knoten“ in Form dreier kleiner Scheiben, die von einer Kette zusammengehalten werden. Normalerweise trägt sie beide Glücksbringer um den Hals, auf das Kleeblatt hat sie bei ihrem Marktbesuch aber diesmal verzichtet.

Bei ihrer Hochzeit habe sie es von ihrer Schwester geschenkt bekommen, erzählt Blodau. Der „russische Knoten“ wiederum sei von ihrem Mann, Anlass war die Geburt ihres zweiten Kindes, inzwischen elf Wochen alt. Die drei Scheiben, so habe ihr Mann erklärt, symbolisierten ihre beiden Kinder und ihn selbst – die Kette, die die drei zusammenhalte, sei sie selbst, sagt Eva Blodau lächelnd. Bei so viel Verständnis scheint sie eigentlich keinen Glücksbringer nötig zu haben, und einen „Day of Happiness“ schon gar nicht.

Wer kurzes Glück im Genuss eines gebratenen Hähnchens sucht. wird bei Susanne Tasch schnell fündig. Die Marktfrau selbst baut auf einen der klassischen Glücksbringer – den Glückspfennig, der seit dem Ende der Deutschen Mark vor 17 Jahren in ihrem Portemonnaie seinen festen Platz hat. „Das Glück für meine erste Million“ sollte er einst bringen, bisher sei daraus aber nichts geworden, gibt sie mit einem Schmunzeln zu. „Wirklich dran glauben tue ich nicht, aber man soll die Hoffnung auch nicht aufgeben.“

Keinen Glücksbringer hat Simon Schräder in petto. „Nein, für mich ist das Aberglaube“, sagt der Marktbeschicker, der in Lüdinghausen Fleisch verkauft. „Ich brauche keinen Glücksbringer, ich bin auch so glücklich. Obwohl: Wenn ich einen Cent auf dem Boden liegen sehe, hebe ich ihn auf. Denn wer den Cent nicht ehrt, ist des Geldes nicht wert.“

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